Sun
18
Mar
2012
Wirbelsturm „Lua“ ist vorbei gezogen. Wir haben hier „nur“ starken Wind von ca 80km abbekommen. Wenn ich mir vorstelle, dass das Zentrum des Wirbelsturms ca. 600km suedlich entlanggezogen ist und wir hier solche Winde abbekommen haben, dann bin ich froh dass Lua sich kurz bevor er Land erreicht hat nocheinmal ein paar Kilometer von Broome wegbewegt hat! Es war immernoch Alarmstufe Yellow aber Lua hatte noch kein Land erreicht und ich bin zum Cable Beach gefahren mit meinem Mopet um die Wellen zu beobachten. Da war ich nicht die einzige! 7Uhr morgens standen einige Schaulustige und haben aufs tobende Meer geschaut. Nach ein paar Minuten bogen sich ploetzlich die Palmen und es fing stark an zu regnen und alle rannten zu ihren Autos und riefen „Er kommt, er kommt..“ Natuerlich war das nicht Lua, sondern einer der staendigen Regefaelle der Regenzeit nur mit dem Unterschied dass starker Wind dazukam den Lua auf dem Meer vor sich hertrieb. Ich rannt auch zu meinem MOPET !!! und fuhr wie ein begossender Pudel los denn ich war bereits vollkommen durch bevor ich ueberhaupt mein, nur wenige Meter entferntes Mopet erreicht hatte. Einige Sekunden hatte ich Zweifel ob das nict doch Lua sein koennte denn der Regen peitschte nun fast waagerecht ueber die Strasse, aber war nicht mal stark genug um mich von der Strasse zu fegen. Bisschen mulmig wars mir aber trotzdem. Zu Hause abgekommen wartete Tim lachend auf mich denn jedes Mal wenn ich von irgendwo zurueck komme, bin ich tropfend nass geworden! Der Wind wurde nun immer staerker, er kam immer schubweise bis es irgendwann nur noch durchgehen stuermte. Man konnte nicht wirklich viel machen, also hab ich mich in mein Zimmer gelegt und gelesen. Ploetzlich kam ein zerstoerendes Geraeusch auf, ganz in meiner Naehe!
Wie von der Tarantel gestochen, bin ich ins Wohnzimmer gelaufen zu Tim und Rosi (die Nachbarin die nicht allein in ihrem Haus sein wollte) und fragte ob sie das auch gehoert hatten. Als wir hinters Haus gingen um nachzuschauen, hatte es einen grossen Baum entwurzelt! Das war allerdings nur passiert weil er einen viel zu kleinen Wurzelballen hatte, der waere auch ohne Lua irgendwann umgefallen bei Wind. Beim Fallen hatte er eine winzig kleine Ecke vom Dach und die Waeschespinne im Garten mit sich gerissen. Den Schrecken verdaut, sind wir mit Tim und Mookie zum Strand gefahren. Es waren immernoch Leute unterwegs und hatten das gleiche vor, wir waren nicht lebensmuede, keine Angst. Am Strand herrschte starker Wind und wir kamen kaum gegen ihn an, man konnte sich schon fast anlehnen, aber nur fast! Alle waren begeistert von dem Naturereignis. Wir sind also gegen den Wind gesprungen wie kleine Kinder und haben uns des Lebens gefreut. Am fruehen Abend war alles vorbei. Der Sturm hatte aufgehoert und am naechsten Morgen ging ein Konzert von Kettensaegen los. Auch Tim machte sich frueh auf den Weg um eine Kettensaege zu kaufen um den riessen Baum zu Kleinholz zu verarbeiten. Eigentlich haette er trainieren sollen denn er tritt in einer Woche seinen Triathlonwettkampf an in Melbourne. 4 km Schwimmen, 180km Rad fahren und 42km Laufen, er braucht dazu ca 12h! Kann sich das jemand vorstellen?? Das geht mir nicht in den Kopf! Das Schwimmen mag noch gehen aber nach 180km Radfahren noch einen Marathon laufen zu muessen...! Jedenfalls tauschte er heute gern die Kettensaege gegen sein Trainingsprogramm ein. Als alles kurz und klein gesaegt war, haben wir alles in die Einfahrt geschleppt und irgendwann wirds abgeholt. Das kann dauern denn nach den ganzen Kettensaegen der Umgebung zu urteilen, haben die ne Menge Holz abzuholen ueberall. Ich wuerde sagen Broome ist nochmal davon gekommen. Im 600km entfernten Port Headland wurde sogar der Norther Highway gesperrt und jeder der sich noch auf der Strasse aufhielt, bekam eine Geldstrafe von der Polizei. Ich moechte noch einmal betonen dass ich nicht von der Zerstoerung des Wirbelsturms begeistert bin, sondern dass ich von der Gewalt und Kraft der Natur fasziniert bin und es zeigt mir immer wieder wie schwach und verletzlich wir dagegen sind. Was hab ich doch wieder fuer ein Glueck dass ich das erleben darf!...
Sat
17
Mar
2012
Sun
11
Mar
2012
Thu
23
Feb
2012
Nachdem wir bei der letzten Wanderung blasenfrei davon gekommen waren, sollte es auch gleich weiter gehen. Wir verliessen den Mt. Cook Nationalpark und machten uns auf ins 150km entfernte Wanaka. Irgendwie folgen wir grad nur unserem Bauchgefuehl was das naechste Ziel angeht. Dort angekommen haben wir uns gleich schlau gemacht was es so zu erwandern gibt in der Gegend und entschieden uns letztendlich fuer eine Wanderung die 4 Tage dauern sollte. Die erste Etappe ging nur 9km bis zu einer Huette wo wir unser Zelt aufschlugen. Die naechste Etappe sollte nicht ganz ohne sein und auf dem letzten Stueck ziemlich schwierig werden, besonders bei schlechtem Wetter. Da wir generell immer laenger brauchen als angegeben, waren wir uns nicht ganz sicher ueber die zweite Etappe. Tag drei und vier sollte dann fuer den Rueckweg dienen. Diesmal haben wir das doppelte an Essen mitgenommen was sich am Gewicht unserer Rucksaecke bemerkbar machte! Wieder wurden wir mit tollsten Panoramas belohnt, ich kann mich immer garnicht satt sehen, das ist uerbigens auch ein Grund warum wir immer laenger als angegeben Zeit brauchen.
An der ersten Huette angekommen, schlugen wir unser Zelt auf und freuten uns auf eine geruhsame Nacht. Aus der aber nichts wurde weil wir kaum ein Auge zugemacht haben. Der Grund hatte Federn und war rotzfrech! Denn der neuseelaendische Kea, ein Bergpapagei, nagte an unserem Zelt und liess sich immer nur kurz vertreiben. Bald hatte er einige Loecher in unser sowieso schon bescheidenes Zelt gehackt! Wir konnten es kaum glauben. Aber da sag ich wiedermal, jeder Nachteil hat seinen Vorteil! In diesem Falle ist der Vorteil, dass das Zelt so oder so Mist ist. Wir hatten schon ueberlegt uns ein neues viel besseres zu kaufen. Was fuer ein Glueck dass wir es nicht getan haben, denn das waere jetzt hin! Am Morgen stellte ich auch mit Enttaeuschen fest dass meine geliebten australischen Flip Flops voellig zerfressen waren. Irgendwie war die Luft etwas raus und wir entschieden uns nichts ueber den Balken zu brechen und aus 4 Tagen einfach wieder 2 Tage zu machen und einfach gemuetlich wieder zurueck zu wandern. Ausserdem waren ca 30km der 50km Strecke bis zum Beginn der Wanderstrecke Schotterpiste und zwar so uebel dass wir dachten unser Auto schaffts nicht mehr und uns fallen die Raeder jeden Moment ab und zurueck mussten wir ja auch wieder irgendwie.
Nichts desto Trotz, die Raeder sind immernoch dran und wir blieben noch ein paar Tage in Wanaka bevor es nach Queenstown weiterging. Nelson, Wanaka und Queenstown waren bis jetzt unsere Favoriten, hier koennten wir uns vorstellen auch laenger zu bleiben und zu arbeiten. Auf dem Weg kamen wir durch Arrowtown, einem kleinen alten Minenstaedtchen was im Herbst in allen Farben leuchtet da sich das Laub wie in Deutschland verfaerbt. Vielleicht kommen wir ja nochmal im Herbst hierher und koennen die praechtigen Farben sehen. Queenstown besteht allerdings ueberwiegend aus Tourismus, so dass es mit Arbeit schlecht aussieht. Gestern hat uns „Antje“ angeschrieben und sucht jemand der ihr Haus huetet wenn sie fuer 8 Wochen nach Deutschland fliegt. Wir sind auf so einer Seite angemeldet wo wir uns als Housesitter anbieten. Wir koennten also 8 Wochen umsonst wohnen und muessten uns nur um eine Katze kuemmern. Sehr reizvoll aber passt ueberhaupt nicht in den Plan leider. Erstens muessen wir jetzt bald Arbeit suchen und da wo Antje wohnt, gibts nichts als Pampa und ausserdem kommt Andrea und ihre Schwester im April und da will ich ja auch nochmal bisschen flexibel sein. Aber vielleicht besuchen wir ja Antje mal wenn wir in der Naehe sind, sie hat uns schonmal zu einem Kaffee eingeladen. Ist schon witzig irgendwie, wie sowas immer zustande kommt. In Queenstown bleiben wir jetzt solange bis unser Paket von Deutschland mit den Skiklamotten und den dicken Jacken ankommt, die werden wir bald brauchen denn hier ist bald der „Sommer“ rum! Seit gestern regnet es permanent Bindfaeden und wir hoffen dass es bald aufhoert. In meinem Broome regnets auch gerade immer sehr heftig, aber das sind eher wunderbare warme tropische schwere Gewitter. Herrlich...Wir wollten eigentlich in die Hot Pools fahren wenn es weiter so regnet aber die Preise haben uns umgehaun, mal wieder. Nur mal zum Verstaendnis, eine Stunde in einem der Hot Pools mit toller Aussicht usw kostet ~~ $ 40 ~~ jede weitere halbe Stunde ~ $16 ~ !!! Das ist etwas enttaeuschend manchmal!
Wed
15
Feb
2012
Statt nur immer stupide an der Kueste entlang zu fahren, haben wir uns entschieden ins Landesinnere abzufahren. Und wie so oft, war das eine weise Entscheidung. Wir kamen am wunderschoenen Lake Tekapo vorbei der so tuerkis ist, dass es schon in den Augen weh tut! Das war aber nicht der einzige See der in den Augen weh tat. Am naechsten Tag gings weiter in Richtung Mt. Cook Nationalpark, vorbei an einer Lachsfarm, wo wir Halt gemacht haben und fuer viel Geld geraeucherten Lachs gegessen haben der noch vor kurzem im Fluss gegenueber geschwommen ist. Sehr sehr lecker! Schon allein der weg zum Mt. Cook Nationalpark war ein Erlebnis denn immerwieder blitzen die Schnee bedeckten Gipfel irgendwo am Horizont hervor. Es wird empfohlen auf dem Weg in Twizel, einem kleinen Ort mit ca 1000 Einwohnern, noch mal richtig einzukaufen und vollzutanken und Geld abzuheben denn es gibt keine Bankautomaten und keine Einkaufsmoeglichkeiten. Es gibt einen Campingplatz direkt zwischen den Bergen und die Umgebung verspricht wunderschoene Wanderwege. Der erste den wir gemacht haben „Hooker Valley“ belohnte uns mit unglaublichen Aussichten und am Ende des Weges, nach ca 2,5 h, kamen wir am Gletscher an und in einem kleinen Gletschersee schwammen sogar Eisbloecke die deutlich Kaelte abstrahlten. Dort haben wir erstmal Pause gemacht und haben alles auf uns wirken lassen.
Dann mussten wir den ganzen Weg aber auch wieder zurueck und als wir mit schweren Beinen wieder im Camp ankamen, gabs erstmal eine grosse Ueberraschung. Denn da waren ploetzlich Lisa und Gereon, unsere Achnener Architekten die uns schon seit Australien auf unserer Reise immer wieder ein Stueck begleiten und hatten gerade ihr Zelt aufgebaut. Diesmal haetten wir allerdings am allerwenigsten mit ihnen gerechnet, somal wir uns ja nun schon das letzte mal in Nelson ausgiebig verabschiedet hatten und davon ausgegangen sind uns erst irgendwann in Deutschland wiederzusehen. Und so planten wir gleich eine Wanderung zum Tasman Gletscher mit Uebernachtung auf einem Plateu mit Blick auf den Gletscher und den Mt. Tasman. Wir mussten uns im Informationscenter alle eintragen wo wir hingehen, wo unser Auto steht usw und um sieben Uhr abends wird per Funk vom Dorf an alle Huetten ein Durchruf gestartet ob alle angekommen sind. Jede Huette scheint mit einem Funkgeraet ausgeruestet zu sein. Wir sollten uns aber keine Gedanken machen wenn wir gerade nicht in der Huette sind, es werden keine Massnahmen eingeleitet wenn wir auf den Funkruf nicht reagieren. Aber wir mussten, wenn wir das Dorf wieder erreichen einen Abschnitt des Formulars was wir alle ausfuellen mussten, wieder am Infocenter einwerfen damit die wissen dass wir unversehrt zurueck sind. Klang alles ziemlich aufregend! Wir hatten ja noch nie eine Bergwanderung gemacht. Lisa und Gereon sind da mittlerweile erfahrener. So haben die sich auch unterwegs entschieden nicht wieder mit uns herunter zu laufen am naechsten Tag, sondern am ersten Tag noch weiter zu laufen und ueber den Pass am naechsten Tag erst am abend ueber ein anderes Tal zurueck zu kommen.
Mit Zelt, Kocher und Verpflegung gings los. Der Weg war sehr einfach und gemuetlich die meiste Zeit, eigentlich ging es groessten Teils durchs Tal und erst spaeter bergauf. Dann ist man groesstenteils ueber Geroell gelaufen und spaeter musste man regelrecht ueber Geroelllawinen steigen. Zeitweise sind wir auf dem Kamm gelaufen wo es rechts und links „abwaerts“ ging.Der Weg aendert sich wohl immer wieder einmal weil Geroelllawinen abgehen und in den Gletscher stuerzen. Etwas gruselig. Auf dem ganzen Weg bieteten sich uns wieder einmal wunderbare Panoramaaussichten. Unsere Bilder sehen teilweise aus, als stuneden wir vor einer Panoramaleinwand. Hier uns da kam mal ein Baechlein die Felsen runtergepletschert und hier und da tragen uns auch mal die Schweissperlen auf die Stirn wenn wir wieder um Abrutschkanten herum gewandert sind. Der Tasmangletscher ist von 3 Meter Dreck und Geroell bedeckt und der Gletschersee ist 200m tief. Sehr beeindruckend! Ich glaube auf dieser Wanderung wurde die Bergziege in mir geweckt aber ich habe auch grossen Respekt bekommen. Auf dem Plateu warteten Lisa und Geroen in der Mini Berghuette schon auf uns. Natuerlich sind wir ungeuebt und hingen etwas hinterher. Die Huette war so klein wie eine Besenkammer und hatte 3 Betten und ein Funkgeraet. Ausser uns war noch ein Australier dort angekommen der aber eine eher harte Tour vor sich hatte. Angefangen hatte er damit dass er von Australien in 12 Tagen mit seinem Segelboot nach Neuseeland gekommen ist und nun durch die Berge klettern wollte. Er war auch etwas anders ausgeruestet als wir, mit Helm und Hacke und seine Schuhe waren ungefaehr doppelt so schwer und so gross wie unsere.
Wir hatten uns aber vorgenommen zu campen und sind noch weiter gezogen um ein noch atemberaubenderes Plaetzchen fuer unsere Zelte zu finden und ausserdem wollten Lisa und Gereon sowieso noch weiter, sie hatten ja nach ihrer Planaenderung noch einen weiten Weg vor sich. Marko und ich waeren dann einfach wieder am naechsten Morgen zurueck gegangen. Als aber der Hang so steil und hoch und nicht sehr sicher aussah, war fuer mich Schluss. Man konnte von dem Hang bis in den Gletscher sehen, wir kletterten also praktisch in einer Abrutschrinne umher. Das klingt als waeren wir lebensmuede, aber dieser Weg ist auf Karten als Wanderweg gekennzeichnet. Ich habe mich nur nicht mehr wohl gefuehlt bei dem was ich tat und da wir urspruenglich sowieso nur bis zur Huette wollten, drehten Marko und ich um und haben unser Zelt auf dem Plateu aufgestellt und dort genaechtigt. Spaeter stellte sich heraus dass Lisa und Gereon noch 4 Stunden so weiter klettern mussten bis sie ueberhaupt eine Stelle gefunden hatten wo sie ihr Zelt aufstellen konnten ohne nur Geroell unter sich zu haben oder gerade an einer Abbruchkante zu stehen. Ein Glueck dass wir umgedreht, dem waere ich nicht gewachsen gewesen. Besonders gut haben wir nicht geschlafen, hatten wir auch nicht erwartet. Immerwieder hat man das Eis knacken hoeren oder Geroell fallen hoeren im Gletscher. Am naechsten Morgen sind wir in Wolken eingehuellt aufgewacht und da unser Zeltkauf ein Griff ins Klo war, war auch das Zelt durch! Wir sind zurueck zur Huette gelaufen und haben dort etwas verweilt weil die Sicht nicht sehr gut war und damit der Weg nicht sehr sicher gewesen waere. Gegen Mittag sind wir dann wieder richtung Tal aufgebrochen. 4h spaeter waren wir wieder unten angekommen. Am Abend gegen 21Uhr kamen Lisa und Gereon auch voellig erschoepft im Camp an. Erschoepft aber gluecklich sind wir alle in den Ort gefahren um unsere Rueckkehr im Informationscenter zu bestaetigen. Wir haben zwar keinen Gipfel bestiegen, aber ein kleines Abenteuer war es allemal und darf wiederholt werden.
Wed
08
Feb
2012
Da Caro und Nico nur 3 Wochen Zeit haben, gings noch an diesem Abend weiter, wir hatten unsere Plaene etwas geaendert und uns entschlossen mit den beiden ein paar Tage zu reisen und damit wir nicht zu viel verpassen, haben wir nun mit der Ostkueste der Suedinsel angefangen. Christchurch haben wir nun auch schon hinter uns und dort war verstaendlicherweise sehr komische Stimmung. Die komplette Innenstadt ist abgesperrt weil die Gefahr zu hoch ist dass irgendwas einstuerzt. Man kann aber einiges sehen von den Absperrungen aus. Irgendwie wirkte es wie eine Geisterstadt. Ueberall Bauzaeune und bruechige Gebaeude. Beim Fotografieren hattte ich garkein gutes Gefuehl, hab mich irgendwie geschaemt das Disaster auch noch zu fotografieren aber verkneifen konnte ich es mir doch nicht. Wir haben geglaubt alles ist ausgestorben bis es ploetzlich nach Kaffee und Gegrillt-und Gebackenem roch und wir in einer kleinen Einkaufsmeile, nur aus Containern zusammengeschustert, vorbei kamen. Die haben ein paar Geschaefte, Banken und Fressbuden in Container verlagert und das sieht garnicht mal schlecht aus! Irgendwie muss es ja weitergehen. Die Strassen waren auch katastrophal zu fahren, hat mich gleich an Gera erinnert. Uberall Unebenheiten und Schlagloecher. Das Wetter hat sein uebriges zur Stimmung getan und nach einem Tag waren wir wieder verschwunden und sind weiter zur Halbinsel unterhalb von Christchurch gefahren wo die Landschaft sich, wie so oft, wieder veraenderte. Hier war nun alles „fjordig“ und genau am Meer auf einem grossen Campingplatz umgeben von riessigen Fichten haben wir dann unsere letzte Nacht mir Caro und Nico gecampt.
Tue
31
Jan
2012
Wir sind immernoch in Nelson, nun schon 10 Tage. Hier haben wir ein paar Sachen erledigen muessen, wie Bankkonto eroeffnen und Steuernummer zum Arbeiten beantragt. Jetzt warten wir noch auf unsere Bankkarten und dann gehts wohl weiter. Nelson ist immernoch ein sehr angenehm. Das Wetter haelt!!! Wir hatten zwar ein oder 2 mal Regen und sehr starken Wind aber das war alles halb so wild. Der Sturm hier ist manchmal extrem, obwohl wir weit in einem Talin unserem Camp wohnen, pfeift da so dermassen der Wind rein dass es uns bisschen Bange wird bei all den Baeumen. Wir leben grad sogar ein bisschen Alltag. Wir gehen jeden Tag Tennis spielen, erledigen was zu erledigen ist oder gehen beim deutschen Fleischer/Metzger hier und da mal unsere Geschmackssinne an Deutschland erinnern.
Letztens haben wir eine Email von Gereon und Lisa bekommen. Vielleicht erinnert Ihr Euch, die Architekten aus Aachen, mit den beiden sind wir in Australien gereist und hatten ne geniale Zeit zusammen. Wir wussten dass sie auch jetzt irgendwann in Neuseeland auftauchen muessten fuer ein paar Wochen. Jedenfalls stand in der Mail "Wir sind in Nelson, wo seid Ihr?" Neuseeland ist nun wirklich nicht gross im Vergleich zu Australien aber trotzdem, was fuer ein Zufall!!! Wir sind ja auch gerade in Nelson! Diese Zufaelle werden mir langsam wirklich zur Gewohnheit. Vielleicht sollten wir doch mal Lotto spielen! Natuerlich war die Freude mal wieder riessen gross und wir haben 2 Tage zusammen verbracht und dann sind die 2 auch schon wieder weiter, sie haben ja nur 5 Wochen. Sobald unsere Bankkarten da sind, wenden wir uns dem Abel Tasman zu. Dort wird gewandert! Wir wollen einen Trip ueber 3 Tage machen, haben uns ein Zelt, Campingkocher und alles dazu gehoert gekauft. Das wird unser erste grosser Trip, jetzt wollmers wissen Wir wissen nun ganz offiziell dass das "free campen" in Neuseeland nicht mehr erlaubt ist, somit gibt es auch diese Traveller Parkplaetze auf denen man kostenlos uebernachten durfte nicht mehr. Ein paar Moeglichkeiten gibt es allerdings. Man darf wohl 200m von Strassen, privatem Gelaende und so weiter campen. Aber das ist auch gruselig wenn wir da ganz allein irgendwo aufm Feld stehn. Wir muessen noch etwas abhaerten, ganz klarer Fall! In unserem Camp hier in Nelson fuehlen wir uns pudelwohl, es kostet nur 6 Dollar pro Nacht aber die Duschen muss man bezahlen. Oder man duscht kalt! Und das tue ich! Ich bin vom Warmduscher in Broome, zum neuseelaendischen Kaltduscher motiert.
Mon
23
Jan
2012
Wir haben vor ein paar Tagen die Faehre zur Suedinsel gebucht und von da an wendete sich das Blatt. Ich wage es kaum auszusprechen, aber seitdem wir hier sind, hat der Sommer zugeschlagen! Ausserdem haben wir 3 Tage bei Herbert gewohnt. Christine und Sven, die wir in Auckland kennengelernt hatten, haben Herbert auf ihrer Reise kennengelernt und gemeint wir sollen ihn doch mal anrufen. Gesagt getan und mir nix Dir nix hatten wir ne Bleibe und sehr nette Gesellschaft fuer die naechsten 3 Tage! Herbert ist 62 und ist seit 1980 hier in Neuseeland. Er hat uns eine Menge brauchbare Tipps gegeben und uns mit einer unglaublichen Gastfreundlichkeit bei sich in Picton aufgenommen. Er scheint immer mal Leute bei sich aufzunehmen.
Picton ist ein kleines sehr schoenes Staedtchen in der die Faehre von der Nordinsel ankommt. Hier haben wir unsere erste etwas groessere Wanderung gemacht. Ca 5h waren wir unterwegs und danach gings erstmal zum Burger essen. Bald laufen wir vielleicht laenger. Meine neuen Wanderschuhe sind nun jedenfalls Blasenfrei eingelaufen.Wir sind eine Landzunge entlang gewandert, wieder mit herrlichen Aussichten. Und jetzt wo das Wetter bombig ist, macht das auch alles sehr viel Spass! Zurueck bei Herbert wurde bei Feuer und Rumtopf stundenlang ueber Gott und die Welt diskutiert. Herbert geht gern auf Auktionen und seine letzte Erungenschaft war eine Singer Naehmaschine die wir dann gleich an meiner neuen Wanderhose ausprobiert haben. Die Mission war erfuellt, die Hose ist gekuerzt und sieht garnicht mal so schlecht aus.
Wir hatten 3 wunderbare Tage bei Herbert und wir hatten das Gefuehl er laesst uns nur ungern gehen. Wir sollen unbedingt wiederkommen, mit uns mache es richtig Spass. Was fuer ein Glueck ... und wenn man wiedermal ueberlegt, das alles nur weil wir Christine und Sven durch den Reisefuehrer kennengelernt haben. Wir sind weitergefahren ins 140km entfernte Nelson. Nelson liegt natuerlich auch wieder am Meer und hat ca 44000 Einwohner. Hier haben wir uns sofort wohl gefuehlt. Nelson hat angeblichen die meisten Sonnentage im Jahr von ganz Neuseeland. Das ist ja ganz mein Fall. Ausserdem gibt es hier einen ewig langen Strand, aehnlich wie in Broome nur hier sind mehr Menschen. Mal sehen wielange wir hier haengen bleiben und hoffentlich haelt das Wetter. Ich nur immer wieder sagen wie wunderschoen Neuseeland landschaftlich ist. Alles ist gruen, Waelder, Felder und Berge soweit das Auge reicht und als ob das noch nicht schoen genug ist, taucht hinter so manchem Berg auch noch der blaue Ozean auf...
Sun
15
Jan
2012
Wir haben nun die Auckland Region verlassen und sind Richtung Suedinsel unterwegs, ohne grosse Umwege. Das staendige Gesuche nach einem geeigneten Platz zum Uebernachten der uns bestenfalls nichts kostet, ging uns ziemlich auf die Ketten. Wir waren es von Australien gewohnt kostenlos zu campen denn da war es an sehr vielen Orten erlaubt. Wir haben von vielen gehoert dass es hier meist kostenlos sei bzw dass man halt so ziemlich ueberall in der Pampa stehen kann ueber Nacht. Bis jetzt wurden wir allerdings oft enttaeuscht und es drohen sogar saftige Strafen! Vielleicht sind wir aber auch noch nicht so abgebrueht denn „andere“ stellen sich einfach an Strassenraender fuer 7 Tage!
Alles gut und schoen, ABER ich moechte doch ruhig schlafen koennen und nicht mit dem Gedanken einschlafen dass nachts der Ranger die Polizei oder der Buhmann an der Tuer klopft. Hatten wir hier auch schon! Irgendjemand hat mir mal erzaehlt auf Krankenhausparkplaetzen waere man auf der sicheren Seite, Pustekuchen, klopf klopf der Nachtwaechter „Ihr duerft hier nicht schlafen“ Naja der war sehr nett und hat sich och dafuer entschuldigt. Aber das meine ich, ich schlafe besser wenn ich weiss ich darf da stehen. Und wenn wir jeden Tag auf einen Campingplatz gehen, dann koennen wir in 4 Wochen Arbeit suchen weil wir pleite sind. Wir haben auch schon paar Mal irgendwo in Orten am Hafen gestanden wo keine „Camping verboten“ – Schilder stehen und da kam auch keiner, aber weiss mans?... Diese besagten Schilder stehen uebrigens fast ueberall.
Ausserdem wurden wir schon sehr sehr oft gewarnt, wir sollen ja nix im Auto lassen oder irgendwo fern ab vom Schuss ueber Nacht stehen bleiben, denn laut der ganzen Warnungen muss es hier ganz schoen zugehen. Es werden Scheiben eingeschlagen und so weiter. (Unseren Freunden wurde die Scheibe auf dem Supermarkt Parkplatz eingeschlagen!) Dann sagen sie aber auch wieder es sei ueberall in der Welt so. Klar das passiert wirklich ueberall aber hier warnen sie extrem. Ist es nur Vorsicht oder ist wirklich was dran? Wir nehmen jedenfalls immer alle Wertsachen mit, ganz schoen nervig mit Kameras und Laptops!!! Die brechen besonders gern Autos auf von Travelern die eine mehrtaegige Wanderung durch Nationalparks machen und ihr Auto auf einem Parkplatz stehen lassen muessen und wenn se wiederkommen, dann is die Scheibe kaputt und das Auto ausgeraeumt .
In Australien war es um einiges leichter und entspannter! Das heisst aber nicht dass ich es schon bereue hergekommen zu sein und ich werde auch nicht weils mal nicht so rosig laeuft Heim fliegen. Wir werden das beste drauss machen und ich bin ganz fest davon ueberzeugt dass es nur besser wird! Dazu gehoert dass wir uns dem Mistwetter anpassen muessen, also habe ich mir heute ein paar super tolle, super teure Columbia Wanderschuhe gegoennt und bekomme nun endlich keine nassen Fuesse mehr! Hoffentlich halten sie was sie versprechen denn ich hatte noch nie so teure Schuhe!!! Als naechstes muss eine regentaugliche Hose her und dann kanns losgehen denn landschaftlich ist es hier wirklich atemberaubend! Ich sage dem Dreckwetter den Kampf an! Wir hatten natuerlich auch immermal Sonnenschein, naja so selbstverstaendlich ist es nun auch wieder nicht, das Wetter kann sich hier alle 5min aendern.
Wahrscheinlich sind wir einfach schlecht vorbereitet und haben uns darauf verlassen dass es hier so easy wird wie in Australien. Aber ab jetzt wird geplant! Neuseeland zieh Dich warm an! Wir tun es auch. Im Tongariro Nationalpark in der Naehe des schnucklichen Skiortes Ohakune haben wir ein Campingplatz fuer 4 Dollar pro Kopf gefunden. Es gibt nur eine Toilette, ist arschkalt aber wunderschoen! Auch Ohakune ist total schoen. Da hier Sommer ist, ist es wie ausgestorben aber wenn hier im Winter Schnee liegt, geht hier wohl richtig die Post ab. Da kam richtig Skifeeling auf bei mir, wer haette das gedacht. Dachte ich doch noch vor ein paar Wochen ich will nie wieder Winter erleben. Aber auch im Sommer bietet es einiges. Man kann wunderbar wandern. Wir sind heute mit dem Auto hoch Richtung Skigebiet gefahren ca 2500m hoch. Da oben hats so gepfiffen und auch sogar gehagelt, die Strasse lag voller Geroell dass wir irgendwann umgedreht sind aus Angst der ganze Berg koennte in sich zusammenfallen. Es war Nebel und sogar der Wasserfall den man von der sich endlos aufwaerts windenden Strasse sehen kann wurde auf halber Strecke einfach vom Sturm weggeblasen. Im ersten Moment sah es aus als raucht der Berg, dabei wars nur das Wasser, was als gaebe es keine Erdanziehung, einfach in der Luft herumgeschleudert wurde. Schwer vorzustellen wenn man es nicht mit eigenen Augen sieht. Leider geben Bilder nicht im entferntesten das wieder was man mit dem Auge sehen kann. Natuerlich regnet es seit 2 Tagen wieder und heute machen wir uns auf den Weg nach Wanganui und hoffen dass der Regen mal aufhoert. Wir verlangen schon garnicht mehr nach Sonne, nur trocken koennte es mal sein!
Tue
10
Jan
2012
Wer glaubt, dass die Sonne in Australien stark ist, der irrt! Hier verbrennt man innerhalb kuerzester Zeit, noch schneller als in Australien. Also haben wir Sonnemilch mit Lichtschutzfaktor 50 (!!!) gekauft! Mittlerweile sind wir schon untewegs mit unserem „Seppel“. Obwohl wir froh waren endlich die Stadt zu verlassen, waren die letzten Tage in Auckland noch sehr schoen denn wir haben sie mit Sven & Christine verbracht. Die beiden hatten wir kennengelernt weil sie ihren Lonely Planet (Reisefuehrer Neuseeland) uebers Internet an uns verkauft haben. Die beiden machten gerade Housesitting (Housesitting = in die Haeuser fremder Leute einziehen damit diese nicht leer stehen waehrend die Leute im Urlaub sind, das macht man um Einbrechern vorzubeugen und damit die daheim bleibenden Tiere nicht verhungern J scheint hier und in Australien ziemlich verbreitet zu sein, wollen wir uns auch mal mit befassen, man bewohnt ein Haus, vielleicht an einem wunderbaren Ort und muss nich mal Miete zahlen) Wir durften also nachdem wir aus unserem Hotel ausgecheckt waren noch 2 Naechte bei ihnen in der Einfahrt uebernachten und unseren Seppel bewohnbar machen denn der war ja im „Rohzustand“.
Erstmal mussten wir 4 der 8 Sitze ausbauen und irgendwo entsorgen, was sich nicht ganz einfach gestaltet hat aber nach paar mal herumfragen, sind wir an einen gruseligen Autohaendler von Fidji geraten der gleich in unser Auto gestiegen ist und uns zu seinem Landsmann gebracht hat der uns die Sitze ausgebaut und auch gleich behalten hat. Man kann sie ja mal irgendwo anders einbauen J Da sieht man wieder dass Fragen nix kostet und gold wert sein kann. Als naechstes musste ein Bett her, also gings zum Baumarkt zum Holz kaufen, dann gabs eine Matratze und diverse Kleinigkeiten und der Umbau konnte losgehen. Unser diesmaliges Auto ist um einiges bequemer zu fahren, wir haben diesmal Servolenkung, Automatik und genug bums unter der Haube!
Tue
27
Dec
2011
Neuseeland liegt ca. 23.500 km von Deutschland entfernt, und gehört nicht, wie die meisten vermuten, zu Australien. Neuseeland ist ein eigener Kontinent, dessen Staatsoberhaupt die Queen ist. In Neuseeland spricht man Englisch oder auch Maori (die Landessprache der Ureinwohner die nicht mit den Aborigines Australiens zu verwechseln sind!). Auf Neuseeland leben ca. 4,2 Millionen Menschen und ca. 60 Millionen Schafe. Neuseeland ist das Land der Extremsportarten. Wie zum Beispiel bungee jumping, zorbing, jet boat oder sky dive. Beim Zorbing wird man in einen durchsichtigen von innen stark gepolsterten Ball gesteckt in dem man aber genug Platz hat und kullert den Berg runter. Ich glaube, ich würde wahrscheinlich in den Ball kotzen. Aber wer weiss was wir uns so zutrauen auf unserer Reise!
Neuseeland besteht aus 2 Inseln. Der Nord- und der Südinsel. Die Nordinsel ist vom Klima her etwas wärmer als die Nordinsel, deshalb werden wir im neuseeländischen Sommer erstmal die kühle Südinsel bereisen und uns der Nordinsel zuwenden wenn es uns zu kalt wird. Aber Pläne sind bekanntlich da um geändert zu werden.Im Süden der Nordinsel befindet sich die Hauptstadt Wellington, und im Norden die größte Stadt Auckland. Auckland ist nicht die Hauptstadt Neuseelands, aber die größte und wirtschaftlich bedeutendste Stadt des Landes. Etwa ein Drittel der Landesbevölkerung (1,3 Millionen) lebt hier.
Auckland ist von Wasser umgeben. Im Osten wird die Stadt vom Pazifischen Ozean (Haruki Golf) begrenzt und im Südwesten von der Tasmanischen See. Vom Sky Tower, dem 328m hohen Wahrzeichen Aucklands aus, hat man einen beeindruckenden Blick auf die verschiedenen Häfen und die unzähligen Boote und Jachten. Den Spitznamen "City of Sails" hat Auckland schliesslich nicht von ungefähr.
Am 24.12. pünktlich zu Weihnachten, haben wir uns ein Auto gekauft. Einen Toyota Estima. Auch sonst haben wir uns reichlich beschenkt denn wir brauchen ja noch jede Menge um unseren nächsten Roadtrip zu starten. Wir haben das Auto nicht von anderen Backpackern gekauft, deswegen war es mit nichts ausgestattet. Das ist nun unsere erste Mission. Am 02.01.12 ganz frisch im neuen Jahr solls dann richtig losgehen. Das einyige was uns Sorgen macht ist das Wetter! Verwöhnt vom schönen Broome, zieht Mutter Erde hier ganz andere Seiten auf! Entweder es windet und die Sonne ist weg und es ist kalt oder die Sonne ist da und brennt fürchterlich, ein angenehmes Zwischending haben wir bis jetzt noch nicht erlebt. Wir sind gespannt!
Wed
21
Dec
2011
Die letzten Tage in Sydney waren nicht schlecht, besonders toll war, dass wir bei Josh wohnen konnten in seinem wunderschoenen Haus. Man hat regelrecht vergessen dass man mitten in der Stadt ist. Unser Flug war ganz unkompliziert und ging schneller als der von Perth nach Sydney. Leider haben wir uns mit dem Taxi vom Flughafen in Auckland etwas verschaetzt und haben erstmal 85 Dollar hinlegen muessen. Auf der Fahrt zum Hotel hat man schon deutlich gesehen dass Neuseeland um einiges gruener und bergiger ist. Unser Hotelzimmer hier ist im 17. Stock und wir haben wunderbare Aussicht auf den Hafen und die City.
Das Zimmer ist sehr klein aber sehr schoen, wir haben ein kleines Bad was komplett ueberschwemmt ist wenn einer duscht und eine kleine Kueche und einen 30cm breiten Balkon J Wir sind sehr sehr angenehm ueberrascht vom Hotel denn normalerweise sind die Fotos im Internet um einiges schoener als die Realitaet, in diesem Falle wurden wir nicht enttaeuscht! Zu kalt ist es mir immernoch und ich warte jeden Tag darauf mit Halsschmerzen aufzuwachen, aber bis jetzt hab ich noch Glueck J Gestern haben wir uns gleich mit Martin getroffen der seit 3 Wochen hier ist. Ihn habe ich vor 4 Jahren in Australien kennengelernt. Auckland ist sehr schoen und irgendwie nicht so hetisch wie Sydney, man wird nicht ueber den Haufen gerannt wenn man das Haus verlaesst J Das ist ein absoluter Pluspunkt!!
Sun
18
Dec
2011
Schweren Herzens haben wir Broome verlassen, haben einen Tag in Perth verbracht und sind nun seit ein paar Tagen wieder in Sydney und wohnen bei meinem Freund Josh in einem wunderschoenen Haus mitten in Sydney! Die Grossstadt erschlaegt einen geradewegs nach so langer Zeit in Natur und laendlicher Gegend. Nichts desto Trotz muss das Leben ja weiter gehen und "man" macht das beste drauss. So habe ich mich gleich mit Markus getroffen, der gerade fuer paar Tage in Sydney war. Schon Wahnsinn dass man so weit reisen muss um sich wiederzusehen! Wie Ihr aber sicher schon festgestellt habt, trifft sich ja alles irgendwo wieder und so haben wir uns auch mit Nico und Caro getroffen die wir in Broome vor einiger Zeit kennengelernt hatten. Die beiden haben noerdlich von Sydney gewohnt und gestern sind wir sie besuchen gefahren. Nach knapp zwei Stunden sind wir wieder in "laendlicherer" Gegend angekommen und auch das Wetter war deutlich besser da oben. Mit einem netten Schildchen wurden wir am Bahnhof traumhaft empfangen und haben wie in alten Zeiten den Tag am Strand verbracht und auf einem Karavanpark uebernachtet. Mit leichtem Sonnenbrand gings heute ins hektische Sydney zurueck. Aber wir freuen uns schon denn im Januar sehen wir Nico und Caro in Neuseeland wieder, wie klein die Welt doch ist! Am Dienstag frueh verlassen wir Australien. Komisches Gefuehl, so entgueltig irgendwie. Es war auch das zweite Mal wieder ein absolut geniales Jahr und die Angst, es koennte nicht so schoen wie die erste Reise werden, war voellig unbegruendet. Auch diesmal sind uns genialen Menschen begegnet und wir haben geniale Plaetze gesehen...
Wed
07
Dec
2011
...am Sonntag fliegen wir ab...
Vor ein paar Tagen haben wir uns einen kleinen 4WD geliehen und sind zum James Price Point in die Kimberleys gefahren, siehe Fotos. Wunderschoen da oben !!! Da oben laufen seit einiger Zeit Proteste gegen einen riessigen Gaskonzern gegen den nicht mal die australische Regierung etwas machen kann wie es aussieht! So wurde schon begonnen ein enormes Stueck der Kimberleys zu zerstoeren. Leider koennen die Proteste wohl nicht das geringste verhindern, traurig aber wahr!! Eine grosse Schande! Und wieder einmal zeigt sich dass der kleine Mann keinerlei Mitspracherecht hat, so sehr er auch protestiert! Einige Leute haben ein Camp errichtet und werden es wohl so schnell nicht verlassen...
zur Zeit scheint es ruhig zu sein da oben aber in den vergangenen Monaten muss ganz schoen was losgewesen sein mit Polizei usw vergleichbar mit den Castorprotesten... Wenn Ihr das sehen wuerdet..James Price Point ist nur ueber trockene rote Dirtroad zu erreichen und irgendsolche Gasfutzis werden in naher Zukunft ein riessiges Stueck von wunderschoenster Natur unwiederbringlich zerstoeren! Es gibt genug Gasindustrie in Western Australia d.h. Westaustralien hat diese neue "Anlage" finanziell garnicht noetig! Hier gehts mal wieder nur ums beschissene Geld... grosse Schande....
Natuerlich bin ich auch sehr gespannt auf Neuseeland. Sicher wird es dann ganz einfach weil so viel neues passiert aber im Moment fuehlt sich das garnicht gut an. Die Zeit rennt davon... Ich wuerde so gern die ganze Regenzeit erleben, bis April - Mai, bis es hier wieder Winter wird und es "nur noch" 24Grad Hoechsttemperatur ist! Klingt fuer Euch sicher komisch, aber ich hab mich echt gut an die Hitze gewoehnt hier, ich glaub wenn man das nicht gewoehnt ist hier, dann geht man vor die Hunde. Marko hats recht schwer, dem liegt die Hitze nicht so.
Uebrigens bin ich jetzt seit einer Weile von Jeep auf Mopet umgestiegen. Macht grossen Spass und ist sehr praktisch und erfrischend bei der Hitze. Mittlerweile ist auch das "kalte" Wasser beim Duschen zu warm!!! Leider haben wir immernoch keine herunter bretternden Regenschauer erlebt, sehr schade. Aber wenigstens sehen wir jetzt jeden Tag wunderschoene grosse fluffige weisse Wolken! Das gibt wunderbare Kontraste mit der roten Erde und dem herrlichen blauen Himmel und natuerlich dem tuerkisen Meer...
Wed
23
Nov
2011
Man glaubt es kaum, aber wir haben unsere Emily verkauft und garnicht so schlecht kann man sagen!!! Eines Morgens bekam ich eine SMS von Kane, er will den Van und braucht ihn nur fuer 2 Wochen. Das hat mich sofort skeptisch gemacht denn alle diese Betrueger sagen dass sie das Auto nur fuer einen Urlaub brauchen. Da wir das Auto in allen groesseren Orten entlang der Westkueste zum Verkauf ins Internet gestellt hatten, hatte sich Kane ueber die Anzeige in POrt Hedland gemeldet, welches 600km von Broome weg ist. Er meinte er hat einen Job da und kommt von Melbourne ruebergeflogen und scheut sich nicht auch paar Kilometer mehr zu reisen um den Van zu kaufen. Sehr verdaechtig !!!
Wieso kommt jemand extra um einen alten Van zu kaufen der schon 410000km auf dem Buckel hat und will nicht mal den Preis verhandeln???? Nun gut, er hat gemeint er wuerde Dienstag 18:00Uhr in Broome landen. Ich habe darauf bestanden, dass er das Auto sehr gerne an dem Abend noch sehen kann, aber dass das eigentliche Geschaeft am naechsten Morgen stattfinden muss, und zwar vor unserer Bankfiliale. Ich hab schon wieder Falschgeld im Kopf gehabt und was nich noch alles. Was bin ich auch so misstrauisch! Frag mich von wem ich das hab!!! Wir trafen uns mit Kane gestern Abend 19Uhr. Er hat kurz ins Auto geschaut, wollte nicht mal ne Probefahrt machen !!! Heute morgen 9Uhr, stand Kane vor der Bank! Wir fuellen den Kaufvertrag aus, er drueckt uns 3400 Dollar Cash in 50 Dollar Scheinen in die Hand und bedankt sich und faehrt gleich los ins 600km entfernte Port Hedland!!! Das wars !! Der hat nicht mal versucht den Preis zu druecken!!! NIX! Einfach gekauft und weg war er! Das Geld war i.O. und das war wohl wiedermal ein typisches Beispiel von australischem "easy going" ! Besonders freuen wir uns dass der Van fuer $3400 unter den Hammer kam und wir hatten ihn fuer nur $2000 gekauft. Das ist nun unser Startkapital fuer das naechste Auto in Neuseeland.
Fri
18
Nov
2011
Irgendwie ist alles gerade etwas ernster geworden denn wir kriegen scheinbar unseren Van hier oben in Broome nicht mehr los und das heisst dass wir in einer Woche runter nach Perth muessen denn da faengt die Saison jetzt an. Wobei wir beide liebend gern hier bleiben wuerden bis zum Schluss. Ich habe immer noch einen Hoellenspass bei der Arbeit, krieche zwar manchmal fast auf alle vieren vor Erschoepfung wegen der Hitze aber wir lachen so viel und sind unheimlich albern, dass das alles wieder gut macht. Das ist wie ein Jungbrunnen, nicht dass ich alt waere!!! Ausserdem bin ich schon lange nicht mehr soooo unbeschwert zur Arbeit gegangen. Und das aufzugeben ist echt sehr sehr traurig, das geht mir alles viel zu schnell. Meine Kollegin Jenny hat schon gesagt "oh nein, in einer Woche, mach Dich darauf gefasst dass ich in Traenen ausbreche" Das kann ja heiter werden ! Jenny ist 60 Jahre alt und eine absolut geniale Person mit der die Arbeit so leicht von der Hand geht weil sie auch mit ihren 60 Jahren noch so albern sein kann dass es kracht. Erinnert mich manchmal ein bisschen an mein geliebtes Tantchen mit der man auch wunderbar albern sein kann. Auch Kaori, meine kleine japanische Kollegin bekam schon Traenen in den Augen als ich nur davon erzaehlt hab abzureisen.
Nichts desto Trotz haette ich gern mehr Zeit mich mit dem Abschied etwas laenger auseinander zu setzen, Abschied von meinem geliebten Broome, Freunden und wunderbaren Kollegen. ich wuerde sooo gern die ganze Wetseaon erleben hier mit all seinen Stuermen und mordsmaessigen Gewittern und Regenguessen dass alles erstmal im Wasser steht. Das kommt alles erst noch aber leider sind wir dann schon weg. Die Luftfeuchtigeit betraegt nun schon ca 70-80% jeden Tag. Und auch frueh um 7 sind es bereits 30 Grad. Nichts ist mehr erfrischend!!! Ohne Klimaanlage wuerde man hier eingehen. Aber ich finds immernoch wunderbar rauszugehen in Badelatschen und Kleidchen auch wenn ich schwitzen muss aber ich koennt mir nicht vorstellen mich jetzt wieder in tausend Klamotten einzuwickeln und zu bibbern!!! Da schwitz ich lieber !!! Ich bin und bleib ein Sonnenkind!!! Jeden Tag Sonne, das Meer vor der Tuer und Mangos in rauhen Mengen die so saftig und lecker sind, dass man glaubt im Schlaraffenland zu sein! Ich pfluecke die dicksten und schwersten Mangos hier einfach vom Baum! Des weiteren habe ich jetzt endlich mal den Hintern hochbekommen und habe etwas mit meinen Fotos angestellt, ich habe Fotokalender drucken lassen und meine liebe Freundin "Schnasl" ist so reizend und bietet sie in ihrem Laden in Leipzig zum Verkauf an. Das soll mal ein Test werden wie das ganze ueberhaupt ankommt, ich bin sehr gespannt !!!
Thu
03
Nov
2011
Mittlerweile sind wir schon ca 2 Monate hier. Wir wohnen immernoch im gleichen Haus bei Colins Freund, den wir immernoch nicht kennen und dessen Haus Colin eigentlich hüten sollte, der ist aber 400km weit weg auf einer Baustelle für ein paar Wochen. Wielange, das weiss kein Mensch. Die Situation ist nun die, dass WIR das Haus eines uns Unbekannten hüten und dazu 5 Hunde versorgen und ich unseren 2 dreckigen koreanischen Mitbewohnern hinterher putze. Aber ich will nicht klagen! Die 3 Welpen haben wir endlich Floh-frei bekommen und sie
wachsen wie verrückt. Eine wahre Freude die kleinen Wurschtpakete! Marko hat schon gesagt er hat noch nie sowas niedliches gesehen.(Abgesehen natürlich von mir haha) Die sind aber auch besondern schön, wie gemalt. Unser Auto haben wir immernoch nicht verkauft, es haben sich zwar schon einige wenige gemeldet denen passt aber Preis nicht oder der Kilometerstand von 410000 verschreckt sie gleich wieder, was ich sehr gut verstehen kann aber loswerden müssen wir das Auto so oder so! Auch Betrüger haben sich schon 3 gemeldet die per PayPal bezahlen wollen und das Auto aus irgendwelchen Gründen nicht persönlich abholen können und es nicht mal anschauen wollten vorher, aber zum Glück sind wir nicht dumm wie Bohnenstroh und haben sie gleich durchschaut! Bei der Arbeit machts immernoch Spass,die "Mädels"
sind manchmal zum Brüllen. Wir treffen uns immermal wieder am Abend und sitzen bisschen zusammen am Strand. Gestern haben wir uns im Resort getroffen und sind in den Pool gehüpft da die Chefs gerade auf Bali sind. Sonst dürfen wir das natürlich nicht. Die Arbeit wird immer schwerer weil es immer schwüler wird und wir nur so vor uns hintropfen aber wir halten uns wacker. Marko geniesst seine Zeit im einigermassen kühlen zu Hause, kocht und zieht die "Kinder" gross. Und wenn "de Muddi" abgespannt und durchgeschwitzt vom Orbeedn kommt, steht die Mahlzeit auf dem Tisch und die Kinder liegen satt in ihrer Wiege.Heute haben wir endlich unsere erste Unterkunft in Auckland Neuseeland gebucht über Weihnachten und Silvester. Wir sind auf ein Hotel gestossen dass billiger war als ein Hostel und ich bin immernoch gany baff. Also verbringen wir 2 Wochen im "All seasons" in Auckland.
Thu
20
Oct
2011
Es ist noch frueh am Morgen und ich bin gerade vom Strand zurueck. Ich konnte ab 2:30Uhr nicht mehr schlafen und habe mich um 5 Uhr zum Strand aufgemacht um den Sonnenaufgang zu sehen. Hell war es schon, die Sonne liess auf sich warten aber Broome und seine Hunde sind schon fleissig auf den Beinen. Denn das ist die Zeit bei der man noch nicht kaputt geht. Einige Gassigaenger und Jogger waren schon am Cable Beach unterwegs.
Ich arbeite immernoch als Zimmermaedchen im Resort und es macht immernoch viel Spass. Sicher ist es nichts was ich fuer immer machen wuerde, aber fuer jetzt ist es perfekt! Meine Kollegen sind sehr nett und wir haben einen Heidenspass beim Klopapier falten und Boden schrubben. Letztens waren wir zusammen am Strand mit Kaese und Crackern und hatten echt nen netten Abend. Marko hilft fleissig bei Colin im Haus. Wir haben nun auch Zuwachs bekommen denn Jinx, einer der hunde, hat 3 Welpen bekommen. Colin und Vlado, haben uns heute Nacht verlassen um an einer 400km entfernten Baustelle zu arbeiten und nun sind wir auf uns allein gestellt mit 5 Hunden. Bald verlassen uns auch unsere Freunde Dominique und Cati von Sylt. Dann hat Marko keinen Surfkollegen mehr :( Unser Abflug rueckt naeher und mir wird schon ganz schlecht. Natuerlich wird Neuseeland der Hammer, das weiss ich. Marko freut sich sehr auf Neuseeland, da ist es wieder etwas kuehler :) Mir graust es etwas vor der Kaelte wenn ich ehrlich bin aber wir kommen ja im Sommer dort an, genug Zeit also um sich auf Kaelte einzustellen. Wir laufen hier wirklich nur noch in kurzen Hosen rum, ich geh schon kaputt wenn ich bei der Arbeit geschlossene Schuhe tragen muss. Ich hasse es viel anziehen zu muessen. Da krieg ich Platzangst! Die Saison endet, die Touristen verschwinden langsam, die Muecken und Froesche kommen...
Sun
02
Oct
2011
Nun sind es schon 4 Wochen die wir hier sind und es wird fuehlbar waermer und schwueler. Die Touristensaison ist sogut wie vorbei denn jetzt geht die unangenehmste Jahreszeit hier los. Bald werden uns die Klamotten nur noch so am Koerper kleben. Der Alltag hat sich eingestellt denn ich habe seit knapp 2 Wochen einen Job im Bali Hai Resort als Zimmermaedchen!
Ich hatte am gleichen Tag ein Vorstellingsgespraech im Altenheim und die waren auch ganz angetan von mir und das Gespraech verlief auch wirklich super aber noch wie ich da drin sass hat mein Bauch mir gesagt "tu's nicht!" Und wie sich mein Bauch damals fuers Haus am Lohwald in Unterschleissheim entschieden hatte, so hat er sich auch diesmal wieder durchgesetzt :) Mein Bauchgefuehl hat mich schon in so viele wunderschoene Richtungen und Erfahrungen in meinem Leben gelenkt. Ich arbeite nun also als Zimmermaedchen, putze Toiletten, falte schicke Ecken ins Klopapier, mache Betten (faltenfrei und nicht zu vergleichen mit Altenheimbetten) und poliere Fenster die schon lupenrein sauber sind! Der Job ist knueppelhart! Ich wage fast zu behaupten, und das spreche ich ganz vorsichtig aus, dass der Job koerperlich haerter ist als Altenpflege. kommt aber natuerlich an den geistigen Aufwand nicht im geringsten ran! Man muss sich zwar sehr viel merken, aber man hat eben nicht die Verantwortung fuer 20 alte Leutchen und muss auch noch fuer 3 Arbeiten sondern putzt, poliert, wischt, kehrt und schrubbt dass einem die Bruehe runterlaeuft. Meine Kolleginnen sind sehr nett und wir lachen viel bei der Arbeit. Es ist schoen mal wieder was neues zu machen. Mein Marko vertreibt sich die Zeit mir Surfen am Cable Beach und hilft Colin immermal mit dem Hausbau. Schwimmhaeute hat er komischerweise immernoch nicht :) Die Zeit muss man noch nutzen denn bald darf man hier auch nicht mehr ins Wasser ohne Stingersuit (ein Anzug der vor der gefaehrlichen Wuerfelqualle schuetzt) Die Wellen werden jetzt hier immer besser und wir sind mit Surfbrett und Bodyboard ausgeruestet und auch ich hab schon bisschen Blut geleckt, zumindest hab ich schon auf dem Brett knieend eine Welle mitgenommen ;) In den letzten 2 Wochen waren wir hier mittlerweile 9 Deutsche und haben immermal zusammengesessen, was sehr nett war. Leider sind Lisa und Gereon, unsere treuen Achener Architekten nun auch wieder abgereist aber wir hatten ne schoene Zeit. Colins Haus ist nun auch bald fertig und dann duerfen wir wohl dort mit einziehen. Bin sehr gespannt...
Sun
18
Sep
2011
Wir hatten es endlich geschafft und ich war schon aufgeregt da waren es noch ordenltiche 1000km bis nach Broome. Mit grosser Vorfreude kam aber auch Angst, es wuerde nicht mehr das selbe sein und ich bin bitter enttaeuscht. Das ist ja bekanntlich so, wenn man zum 2ten Mal wohinkommt, dann ist es nicht mehr das Gleiche. Die Enttaeuschung blieb aus! Wir sind vor genau 2 Wochen Sonntag frueh um 8 in Broome angekommen. Ich wollte gezielt so zeitig ankommen um Broome zum ersten Mal wiederzusehen wenn es noch „schlaeft“. Das hat sich ausgezahlt. Wir sind fruehstuecken gegangen und dann sind wir einige Ehrenrunden gefahren um zu schauen was sich veraendert hat. Ausser das es etwas waechst. Nichts!! Broome ist immernoch das Broome wie ich es die letzten 4 Jahre in Erinnerung hatte.
In Broome anzukommen, war wieder als haette eine Etappe geendet und es fuehlt sich an, als wuerde jetzt eine neue beginnen. Wir sind noch rechtzeitig in der „Terrorist-Saison“ wie sie die Einheimischen liebevoll nennen, gekommen. Es wird erst gegen Ende Sept – Oktober schwuel und richtig heiss. Nahezu unertraeglich soll es dann ab November werden. Sie nennen es Wet-saeson, in der die Einheimischen versuchen sich ueberwiegend ein paar Wochen nur in Klimatisierten Raeumen aufzuhalten. Wir hatten wiedermal Glueck und konnten jetzt die ganze Woche bei meinem alten Freund Colin (der Name wird einigen nochwas von der letzten Reise sagen) im Garten parken und uns im Haus wie zu Hause fuehlen. Das typische daran ist, es ist das Haus seines Kumpels, der gerade in Queensland ist und garnix von uns weiss. "Easy going" sag ich da nur. Colin hat sich kein bisschen veraendert. Und so verbrachten wir nun 2 schoene Wochen in einem schoenen Haus, mit 3 Hunden die wir immermal mit an den Strand zum Toben genommen haben und auch so haben wir wunderbrae Zeit am Cable Beach verbracht, haben unseren Bus am Strand geparkt (das ist hier an bestimmten Abschnitten erlaubt und unbedenklich) und unser „Lager“ aufgeschlagen und verweilt. Was fuer ein Geschenk! Das ist fuer mich nicht mehr zu toppen im Moment. Broome ist einfach ein Ort an dem man das Gefuehl bekommen koennte fuer immer bleiben zu wollen. Ich weiss, auch hier gibts Alltag und ja, ich weiss auch dass es irgendwann „normal“ wird aber es ist einfach ein traumhafter Ort fuer Alltag! ;) Jetzt wirds mir schon Himmelangst wenn ich daran denke dass wir in wenigen Monaten abfliegen nach Neuseeland.
Also um es nochmal etwas zu verdeutlichen, unser alltag sah die vergangene Woche so aus. Mit de rsonne aufstehen, an den Strand fahren, Fruehstuecken, ins Wasser huepfen, trocknen lassen. Dann ein paar „ernsthaftere Erledigungen“ machen wie Lebensmittel kaufen, Post, unsere Steuerrueckzahlung veranlassen usw, dann Heim fahren und zwischen Palmen auf der Veranda mit den Hunden chillen, lesen, Kaeffchen schluerfen mit Colin plaudern. Danach gings puenktlich zum Sonnenuntergang wieder an den Strand, joggen, mit den Hunden toben oder einfach nur dahocken und zusehen wie der rote Ball ueber wunderbar tuerkisem Wasser herunterfaellt. Abends fielen wir dann totmuede ins Bett. War ja schliesslich immer ein knallharter Tag. Nicht wahr?!
Die Hunde haben sich schon so gut an uns gewoehnt, dass sie nachts entweder mit in unserem Auto liegen oder unter dem Auto. Besonders Marko lieben sie, denn der wirft den Ball bis der Arm lahm wird. In ihm haben sie einen tollen Freund gefunden ;) Auch er hat Broome schon in sein Herz geschlossen. Gestern waren wir bei Steve zum Grillen und zum Footballfinale schauen eingeladen und auch da habe ich ein paar meiner alten Bekannten wiedergetroffen. Wunderbar.Mal sehen wie es weitergeht mit dem "harten Leben" hier in Broome.
Fri
26
Aug
2011
Nach 2 Tagen Alice Springs gings los Richtung Ayers Rock, leider ohne unsere Aachener , denn die hatten sich für eine Wanderung auf dem Larapinta Trail entschieden. Nach 460km haben wir kurz vor Uluru auf einem der zahlreichen kostenlosen Rastplätze übernachtet. Wir sassen nun wieder allein an unserem Feuer, unseren gemeinsamen Abenden mit den Achenern nachtrauernd. Da kam plötzlich aus dem Nichts "Andi" aus dem Gebüsch und hat sich an unserem Feuer gewärmt.
Nach ein paar Worten Englisch, stellten wir dann wiedermal fest dass wir alle deutsch reden. Andi, 42, aus Heidelberg verbrachte mit uns den Abend am Feuer. Er hatte den Ayers Rock (Uluru) schon hinter sich und hat uns ein paar Tips gegeben und am nächsten Morgen sollte es endlich losgehen. Doch vorher haben wir noch das ganze Auto ausgeräumt , denn wir hatten eine Maus im Auto die am Abend irgendwie hinein geschlüpft sein muss. Aus Angst dass sie uns übers Bett rennt, haben wir kaum ein Auge zugemacht. Der Uluru-Kata Tjuta Nationalpark liess uns die schlaflose Nacht schnell vergessen. Zuerst gings zu den Olgas, die aus 36 steilwandigen Kuppeln bestehen. Dort habne wir eine 3stündige Wanderung gemacht, über Stock und über Stein. Wahnsinnig beeindruckend!!! Am Abend sind wir auf unseren Rastplatz zurück gefahren und haben diesmal alle Türen verschlossen gehalten wegen der Mäuse. Am nächsten Morgen, aufgrund der Wanderung perfekt ausgeschlafen, gings zum Uluru / Ayers Rock, das Wahrzeichen Australiens. Ja, "es ist nur ein Stein" aber der Anblick mit 3,6km Länge und 348m Höhe ist gewaltig und großartig, wir kamen auch schon bei den Olgas aus dem Staunen nicht raus. Alles ist so rießig. Ich hab es mir viel kleiner vorgestellt. Wir sind, wie es die Aboriginiekultur möchte, nicht hochgeklettert, aber 10,6km herum gelaufen und hatten somit wieder unsere Bewegung für den Tag weg. Total vollgestopft mit genialen Eindrücken und unendlich vielen Fotos, haben wir uns am Abend auf den Rückweg begeben denn am nächsten Tag wartete noch der 320km entfernte Kings Canyon auf uns. Es heißt der Kings Canzon ist aufgrund der Fluten Anfang des Jahres, so grün wie seit 70 Jahren nicht mehr. Auch den haben wir mit einer 3stündigen Wanderung erklimmt und haben wieder atemberaubende Eindrücke mitgenommen. Nach den 3 wunderbaren Zielen, Ayers Rock, Olgas und Kings Canyon, hatte ich etwas das Gefühl von Reizüberflutung. Dazu kam auch noch dass unser Auto immer mehr muckte, springt immer schlechter an und spuckt während der Fahrt. Zu allem Übel setzte "ihr" das schlechte OutbackBenzin auch noch zu. Wir wollten nun so schnell wie möglich zurück nach ALice Springs um unsere Emily mal in einer Werkstatt checken zu lassen. Auf dem Weg zurück sind wir am Roadhouse regelrecht und voller Freude in unsere Achener reingerannt. Sie waren auf dem Weg zum Ayers Rock und wir zurück nach Alice Springs. Ihre Wanderung muss super gewesen sein, jedenfalls gabs Blasen an den Füßen.
Fazit der letzten Tage: Wir sind total froh dass wir die vielen extra Kilometer auf uns genommen haben um diese 3 spektakulären Naturwunder zu sehen.
Mon
15
Aug
2011
Eigentlich wollten wir in Mt. Isa nur unsere Vorräte wieder auffüllen und weiter zur nächsten Restarea fahren um zu übernachten, haben uns aber doch entschieden in einen Karavanpark zu gehen für eine Nacht. Leider waren nur alle ausgebucht denn was wir nicht wussten war, es war das größte Rodeofestival der südlichen Hemispähre in der Stadt. Glück im Unglück wurden wir auf einen Schotterplatz neben einem Sportplatz geschickt und mussten nicht mal was bezahlen um dort zu übernachten, haten Duschen, Trinkwasser und nette Nachbarn. Nämlich Pete und Rose aus Südafrica die ebenfalls von dem Rodeofestival keine Ahnung hatten. Wir sind sofort mit ihnen ins Gespräch gekommen und hatten viel Spaß. Da das Rodeo 3 Tage ging, kamen jeden Tag mehr Camper die auch keinen Platz mehr in den überfüllten Karavanparks hatten. Wir hatten nun Pete und Rose rechts von uns und Lisa und Gereon aus Deutschland links von uns.
All unsere Vorräte waren längst aufgefüllt aber wir hatten so ein Spass mit unseren Nachbarn dass wir gleich noch eine Nacht geblieben sind. Wir haben uns Mt. Isa angeschaut, unter anderem das untertage Krankenhaus was im 2. Weltkrieg gebaut wurde. Als Darwin zerbombt wurde, dachte man Mt. Isa sei als nächstes dran und man brauche ein sicheren Platz fürs Krankenhaus. So haben die Mienenarbeiter von damals, nach ihrer 8h Schicht in der Miene, noch 8h drangehängt um das Krankenhaus unter Tage zu bauen. Deshalb hat es auch die Form einer Miene. Es wurde letztenendes nie gebraucht und wurde nur als Lager oder als Rückzugsort für die Nachtschwestern genutzt und heute als Museum. War recht interessant! Am Samstag haben wir uns schweren Herzens von unseren Südafrikanern verabschiedet und sind mit Lisa und Gereon weiter gefahren und haben uns am Abend auf einem Rastplatz zum Übernachten getroffen und ein kleines gemütliches Lagerfeuerchen gemacht. Die beiden sind Architekten und gönnen sich auch eine "kleine" Auszeit für ein Jahr. Mittlerweile hatten wir Queensland verlassen und Norther Territory erreicht. Die Strecken wurden nun länger, heisser und leerer. Zwischen paar hundert Kilometer nichts, kommt maximal ein Roadhouse wo der Sprit otopische Preise erreicht. Der Gegenverkehr grüßt wieder freundlich und der Tag besteht aus fahren fahren fahren und abends mit den Aachenern Feuerchen machen.
Wir hatten uns mittlerweile entschieden die 1800km Umweg auf uns zu nehmen um Alice Springs und Ayers Rock zu sehen. Weiterhin sind wir mit Gereon und Lisa unterwegs. ca. 400km vor Alice Springs haben wir auf dem Karavanpark eines Roadhouses eine Nacht stop gemacht um alles durchzuwaschen und ausgiebig den Pool zu benutzen. Hier brennt momentan alles. Wir waren etwas beunruhigt und haben mal nachgefragt ob es uns gefaehrlich werden koennte da es angeblich 80km breit war dieses Feuer was gerade tobte und es war nur noch 20km weg vom Roadhouse. Aber die Besitzer meinten sie haben schon alles rundherum abgebrannt damit das Feuer nicht weiter voran kommt. Wir habens geglaubt und darauf vertraut aber die dunklen Rauchwolken waren schon manchmal etwas beunruhigend. Die Roadhousebesitzer erzaehlten uns dass es 90% Brandstiftung der Aboriginies ist. (Obs alles so stimmt?) Die machen wohl Feuer irgendwo und verlassen es einfach und so fackelt alles ab. Auf der Strecke kamen die Devils Marbels, die teuflischen Murmeln, wir wollten sehr frueh los weil die bei Sonnenaufgang am besten aussehen. Unsere Emily hat uns aber einen Strich durch die Rechnung gemacht und sprang nicht an. Nachdem wir sie frueh um 6 ueber den ganzen Parkplatz geschoben haben und sie nicht anspringen wollte, haben wir sie stehen lassen und sind mit Lisa und Gereon hingefahren, es waren nur 18km. Als es schoen warm wurde und wir zurueck kamen, sprang auch unsere Kaelteempfindliche Emily wieder an.
Thu
11
Aug
2011
Unsere Reise führte uns nun weg vom pazifischen Ozean durchs Outback zum Gulf of carpentaria. Eine Gegend die ich noch nicht gesehen hatte und wir haben absolut die richtige Jahreszeit erwischt. Es ist Winter, 31Grad im Schatten und trocken. Trockenheit ist unser großes Glueck denn wenn hier in der Regenzeit im Sommer alles Überschwemmt ist, ist kein Durchkommen mehr. Manchmal nicht mal mehr mit einem Allrad angetriebenen Jeep. Leider haben wir keinen dieser Art denn uns entgeht einiges weil wir mit unserer Emily keine Huckelpisten fahren koennen da sie sonst auseinander faellt. Wir verfolgten den Savannah Way ca 700km von Cairns nach Westen bis Normanton und Karumba am Golf von Carpentaria. Es wird nun einsamer und einsamer auf den Straßen. Man merkt deutlich dass wir ins Outback kommen, die Luft wird trocken und heiss und die Straßen schlechter und schmaler. Uns kommt ca jede Stunde ein Auto entgegen. Manchmal wird es km-lang einspurig und wenn ein Roadtrain (LKWs mit 3 Anhängern) mit 50m Länge kommt wirds ganz schön eng. Dann müssen wir uns ganz an die Seite auf den Schotterstreifen, somal einer vorhanden ist (!)quetschen und die Arschbacken zammkneifen. Der Fahrer grüßt freundlich, donnert vorbei und hinterlässt eine rote Staubwolke. Kein Wunder dass hier alle paar hundert Meter tote Tiere liegen. Vom Känguru bis zu Wildschweinen und Kühen liegt hier alles. Hoffentlich läuft uns mal nix rein aber meist passiert das nur sobald es dämmert und da fahren wir nie um genau sowas zu vermeiden.
Wir kamen durch winzige Orte wie zB Mt. Surprise mit 65 oder Georgetown mit 300 Einwohnern. Dann kam Croydon mit nur noch 150 Einwohnern, eine alte Goldgräberstadt. In der Information haben wir mit einem alten weisbärtigen Mann gesprochen der wie sich später herausstellte der letzte verbliebene Mienenarbeiter der Stadt ist was ich total faszinierend fand. Um 1880 kamen die ersten Goldgräber und buddelten Millionen aus bis der Abbau erschöpft war und die Mienen 1990 geschlossen wurden. Chris, der seitdem in der Touristeninformation arbeitet, hat uns erzählt wo die letzte Miene 1990 geschlossen wurde und uns unter vorgehaltener Hand den Weg erklärt. „Eigentlich darf ich das garnicht erzählen sonst bekomm ich Schwierigkeiten, aber seid sehr vorsichtig, Ihr seht ein großes Loch und die Abgründe sind vom Wasser unterspült also haltet genug Abstand“ Wir haben uns zu Fuss auf den Weg gemacht und standen vor einem großen Warnschild und Stacheldraht. Wir konnten das Loch sehen aber haben uns nicht weiter rangetraut. Ich hätte mir das gerne mal von Nahem angeschaut. Ausserdem hat das Städtchen noch ein paar hystorische Gebäude von seit damals welche heute als Museum umfunktioniert wurden. Vom Knast über das Krankenhaus von damals. Sehr interessant! Wir hatten viel Zeit in Croydon verbracht und dann gings weiter nach Normanton wo das größte Krokodil ausgestellt war was je geschossen wurde. „Krys“ wurde 1957 mit 8.63m erlegt! Ob das ausgestellte Exemplar der tatsächlichen Lebensgröße entspricht kann ich mir nicht vorstellen, aber ich kann mir vieles nicht vorstellen. Von Normanton gings weiter nach Karumba, zum Golf von Carpentaria. Der Ort lebt vom Barramundi (Fisch) und Garnelenfang und es soll den besten Barramundi-Burger allerzeiten geben. Also haben wir uns 78km auf den Weg gemacht um den Burger zu probieren und ja, er war super !
Unsere beiden Aalener BMW Fahrer mit denen wir immernoch Kontakt haben, haben gemeint dass sie auch genau da essen waren und wenn sie gewusst hätten dass wir auch dahin kommen, hätten sie uns ne Nachricht in den Tisch geritzt. Die waren nämlich schon vor ein paar Monaten da. Weiter gings wieder zurück nach Normanton und von dort über den Mathilda Highway ca 400km weiter nach Cloncurry. Vorbei an Quamby, welches aus einem Pub, einer Zapfsäule und ein Kamel besteht. Man bemerke dass Quamby der einzige Ort zwischen Normanton und Cloncurry ist innerhalb 400km, von einem Roadhouse was noch dazwischen kommt mal abgesehen. Cloncurry, mit ca 3800 Einwohnern, hält seit 1889 den Hitzerekord von 53,9 Grad im Schatten und ist die Geburtsstadt der Flying Doctors. Hier haben wir unser Trinkwasser aufgefüllt, was nicht immer so einfach ist denn hier gibts nicht an jeder Ecke Trinkwasser wie in Europa. Hier bekommt es eine gany andere Bedeutung immer Trinkwasser dabei zu haben denn hier kommt manchmal ewig nichts und das wird in Northern Territory noch extremer werden. Es wird nun immer wärmer, das Benzin immer teurer und die Orte immer rarer. Wir übernachten meist auf kostenlosen Rastplätzen mitten im nichts. Zum Glück stehen immer ein paar andere Camper auch da, sonst wär mir ganz schön mulmig. Auf dem Weg nach Mt. Isa, nun schoon über 1000km von den geplanten 4100km zurück gelegt, haben wir eine Übernachtungsmöglichkeit angesteuert und standen vor einem geschlossenen Tor mit großem Warnschild, dass das Seewasser mit Blaualgen kontaminiert ist und man nur auf eigene Gefahr in das Gebiet kann. Wir waren verwirrt und drehten um bis ein Jeep an uns vorbei fuhr, das Tor öffnete und durchfuhr und uns rangewunken hat. Sie meinten man könne in den Nationalpark, die Tore seien nie verschlossen, man wird nur wegen des Wassers gewarnt. Was wir vorfanden, ließ uns MAL WIEDER den Atem stocken. In herrlichster Idylle fanden wir unsere nächste Übernachtungsmöglichkeit an einem See mit vielfältiger Vogelwelt und herrlichem Panoramablick, und kostenlos! Was hatten wir doch wieder für ein Glück, denn wenn die Australier nicht gekommen wären, hätten wir uns nicht durchs Tor getraut weil wir dachten es sei Zutritt verboten. Das denken wohl die meisten, denn außer ein paar Australiern war da niemand! Schade dass auf den Fotos alles immer nicht so rüber kommt wie wir es mit unseren Augen sehen können. Wir haben gleich noch eine Nacht drangehangen und einen Tag in dieser wunderschönen Gegend verbracht, unzählige Fotos geschossen, Moskitonetze geflickt und was sonst noch so anfiel. Am nächsten Morgen gings weiter nach Mt. Isa. Mt. Isa ist eine etwas größere Mienenstadt und jetzt haben wir yum ersten Mal seit wir in Port Douglas weg sind wieder Handyempfang. Wir haben nun schon einiges an Kilometern zurück gelegt und genießen das Outback denn es ist nicht zu heiß. Die Nächte sind kühl, die Tage angenehm warm zwischen 25 und 31 Grad. Wir haben tatsächlich die beste Zeit ausgesucht um das Land im Norden zu durchqueren.
Fri
05
Aug
2011
Endlich war es soweit! Nach mehr als 3 Wochen Roadtrip sind wir in Cairns angekommen und noch am selben Abend gings nach Port Douglas zu Sam und Marni die ich nun 4 Jahre nicht mehr gesehen hatte. Wie erwartet haben sie sich nicht die Bohne veraendert. Nur ihre Lebensumstaende. Mittlerweile sind sie verheiratet und leben auf ihrem eigenen kleinen Boot in der Flussmuendung im Hafen von Port Douglas. Beide sind ziemlich Boots erfahren. Sam hat bis zu seinem 16ten Lebensjahr auf dem Boot seines Vaters gelebt und Marni arbeitete entweder als Tauchlehrerin auf Touristenbooten oder auf dem Perlenbooten an der Westkueste bei denen Andrea und ich sie vor 4 Jahren beide kennengelernt haben. Sam hat die letzten Jahre immer Saisonweise an der Westkueste fuer das selbe Unternehmen als Perlentaucher gearbeitet, sich aber durch einen Tauchunfall vor einigen Monaten sein Trommelfell ruiniert. Wenn er Pech hat wird er niewieder tauchen koennen. Er war erkaeltet und haette nicht tauchen duerfen und hats trotzdem getan, Andrea wird jetzt die Haende ueber dem Kopf zusammenschlagen und sich denken "typisch Sam" :) Das ist es in der Tat.
Sam spielt auch mit Schlangen, jagt Krokodile oder faengt Haie mit einem Seil! Er ist auch mit uns flussaufwaerts gefahren um uns Krokodile zu zeigen und wir haben sogar 2 gesehen, aber die sind ziemlich scheu und man bekommt sie nur von weitem zu sehen, kommt man zu nahe, huschen sie ins Wasser zurueck. In den Fluss springen wuerde auch Sam nicht , aber es gab angeblich Zeiten da ist er Wasserski gefahren. Naja mit dem Alter wird man vielleicht vernuenftiger :) Marni hat ihren Job aufgegeben und beide arbeiten an ihrem Boot. Es gibt noch viel zu tun aber wenn ihr Plan aufgeht, dann wollen sie ein neues Geschaeft eroeffnen und mit Fischerei ihren Lebensunterhalt verdienen und Fischmaerkte beliefern. Hoert sich sehr gut an! Ein bisschen Neid schwingt zwischen den Zeilen mit. Am naechsten Tag sind wir mit den beiden nach Daintree und Cape Tribulation hochgefahren, immer tiefer hinein in den Regenwald. Cape Tribulation ist der Ort an dem Regenwald auf Ozean trifft und Schildkroeten im glasklaren FLuss schwimmen. Wir sind auf dieser Strecke soweit gefahren bis wir nicht mehr weiterkonnten, wir haetten einen FLuss ueberqueren muessen und dazu brauchte man in dem Fall einen Jeep. Marko und ich sind ausserdem noch ins ueber 250km weiter in den Norden liegende Cooktown durchs Landesinnere gefahren. Wie schnell die Landschaft sich dort wieder veraenderte. Von saftig gruenem Regenwald kamen wir in trocken roterdige Huegellandschaft. Emily hat sich die Berge hochgekaempft und ich habe meine erste Schlange ueberfahren! Nicht dass ich stolz drauf waere! Kurz darauf haben wir 2 Schlange mitten auf der Strasse kaempfen sehen. Wir denken zumindest dass es ein Kampf war. Ich konnte gerade noch so ausweichen und musste auf Markos Befehl sofort anhalten.
Leider haben wir nur ein Video davon was viel zu gross waere zu schicken. Marko hat es gefilmt und ich war zu beschaftigt ihm immer wieder hinterher zu schreien er solle nicht so nah rangehen! In Cooktown angekommen, fanden wir einen kleinen ruhigen Ort vor der dem eines Westernfilm aehnelte. James Cook war auch hier wieder vertreten und verweilte hier 1770 ein paar Monate um sein Schiff zu reparieren denn er war auf ein Corallenriff aufgelaufen. Noch am gleichen Tag sind wir zurueck gefahren und haben auf dem Weg zurueck eine Nacht uebernachtet. Auf der Strecke sind ueberall uneingezaeunte Weiden und immer wieder laufen Rinder in einer Seelenruhe ueber die Strasse. Nach insgesamt 2 Tagen waren wir wieder zurueck bei Sam und Marni. Die ersten 2 Naechte in Port hatten wir vor dem Anlegeplatz fuers Boot in unserem Van geschlafen, dann aber mussten wir verschwinden weil es nicht gern gesehen wird von der Stadt dass Backpacker irgendwo in ihren Autos schlafen. Deshalb sind wir diesmal in eine Haltebucht gefahren die ueberall mit "Camping verboten-Schildern" versehen war. Aber andere hatten auch die Idee und der Gruppenzwang machtes moeglich. Die anderen haben uns dann gleich gewarnt dass der Ranger hier jeden Morgen zwischen 5und 6 aufkreuzt und verwarnt. Man wird einmal verwanrt und beim nachsten Mal muss man 500 Dollar Strafe bezahlen. Wir wollen auch die Verwarnung umgehen und haben seit langem mal wieder den Weckergestellt. 4:15Uhr sind wir dort verschwunden und nach Port Douglas zurueck gefahren und haben uns dort ca 5:30 auf einen Parkplatz gestellt. Voellig fertig wegen der schlechten Nacht sind wir gleich wieder eingeschlafen und es war auch noch zappenduster um die Zeit da riss uns ein aggressives Klopfen aus dem Schlaf! Das konnte nur die Polizei sein die uns verwarnen wollte dass wir da nicht uebernachten duerfen. (Man darf nirgends einfach im Auto schlafen in einem Urlaubsort) Ich hab total verpennt aber mit dem Puls von 120 die Tuer aufgemacht und noch bevor der Polizist guten Morgen sagen konnte, habe ich gesagt "Wir haben hier nicht uebernachtet! Wir sind nur sehr frueh hier angekommen um den Sonnenaufgang anzusehen" (Ich konnte ja nicht sagen, wir haben 30km vor Port Douglas illegal in einer Parkbucht uebernachtet) "Fassen sie den Motor an, der ist nich warm" (Der war zum GLueck wirklich noch warm) Der Polizist glaubte uns und liess uns weiter pennen. Was fuer ein Schreck, da ging die Pumpe wieder, das sag ich Euch! Marni und Sam wollten mit uns aufs Riff rausfahren fuer einen Tagestrip zum schnorcheln und baden aber leider leider leider ist es sooo stuermisch hier die ganze Zeit dass das kein Spass waere.
Sat
30
Jul
2011
Angekommen in Airlier Beach. Auch dort war es wieder sagenhaft entspannend und wir haben ein paar chillige Stunden dort verbracht. Dass wir unseren Van haben, ist wirklich absolute Weltklasse, wenns uns reicht oder wir mal kaputt sind, dann halten wir einfach irgendwo an und legen uns einfach nach hinten und ueberlegen uns schonmal das naechste Ziel. Das sollte an diesem Tag nun Townsville sein. Ich glaube da war ich noch garnicht obwohl ich ja mit Andrea schon dort lang gekommen sein muss und ich dachte es ist nicht sondelrich schoen da, warum auch immer, mein Gefuehl hatte mich aber getaeuscht. Townsville ist ein recht gemuetliches Stadtchen. Wir waren im „Museum of tropical Queensland“ und auf dem „Castle Hill“ von dem aus man ueber Townsville und Umgebung schauen konnte. „Castle Hill“ ist ein roter Berg der neben der Stadt in die Hoehe ragt und aussieht als haette man ihn hingeworfen nachdem die Stadt schon entstanden war.
Sehr interessanter Anblick. Von dort aus konnte man auch Magnetic Island sehen. Am Abend haben wir wieder in unserem schlauen Buch geschaut wo der naechste kostenlose Rastplatz ist und landeten 25km noerdlich von Townsville am Saunders Beach. Ein Rastplatz fuer Camper mit Toiletten, Trinkwasser und genau am Strand!!! Und kostenlos!!! Was wir durch unseren Camp Atlas schon an Geld gespart haben! Ich dachte ich habe das Paradies gefunden. Man durfte 48h auf diesem Rastplatz bleiben und natuerlich war er gerammelt voll. Die einheimischen fahren mit ihren Campern immer von Rastplatz zu Rastplatz da man auf den meisten nur 20-48h bleiben darf. Aber sie sind kostenlos und so auch bei den Australiern sehr beliebt. Wir sind gleich die naechste Nacht auch dort geblieben und so haben wir uns nicht vom Fleck gewegt den ganzen naechsten Tag. Wir waren am Strand joggen, sonnen und entspannen und haben Plaene fuer den naechsten Tag geschmiedet. Es sollte Magnetic Island sein. Wir wollens jetzt echt wissen, wir haben sooooo viel Zeit, eigentlich alle Zeit der Welt, und wenn wir am Tag nur 50km voran kommen wuerden, waer das auch wurscht. Ab gings zur Faehre am naechsten Morgen. Das Auto haben wir am Festland gelassen und haben mal einen Wandertag geplant. In 20min waren wir drueben auf dem Eiland und los gings. Ueber Stock und ueber Stein haben wir die traumhaftesten Buchten gesehen die man sich vorstellen kann. Ich dachte ja schon ich haette mit dem Rastplatz am Strand den Joker gezogen aber das war mal wieder der Hammer. Palmen, tuerkises Wasser und Sonnenschein. Wir sind ein ganzes Stueck gelaufen an dem Tag und haben traumhafte Bilder geschossen. Am spaeten Nachmittag sind wir wieder ans Festland zurueck und haben unsere Emily (unseren Bus) abgeholt und haben auf den naechsten kostenlosen Rastplatz zum Uebernachten zugesteuert. Auch der war wieder voellig voll mit grossen Campern aus dem Bundesstaat Victoria denn die haben da Winter und sehr ungemuetliches Wetter die Armen :) also kommen sie alle hoch ins herrliche Queensland und geniessen den warmen Winter. Diese Rastplaetze sind genial. An Duschen fehlts natuerlich meist aber was will man noch alles verlangen? Zum Glueck gibts nette Tankstellen die einem das Duschen gestatten. :) Weiter gings in den Paluma Nationalpark der mir zum x-ten Mal die Spucken wegbleiben liess. Wieder einmal trauten wir unseren Augen nicht, dachten wir doch gestern schon auf Magnetic Island wir haetten das Paradis gefunden. Was wir diesmal vorfanden, nannte sich „Paradise Waterhole“ was seinem Name alle Ehren machte. Hinter dem aeusserst passenden Namen verbarg sich ein Flusslauf der teilweise ausgetrockent war und immer wieder in ein Basinartiges Wasserloch muendete. Diese Wasserloecher waren mit glasklarem tuerkisen Wasser gefuellt und luden zum reinspringen nur so ein. Was fuer eine Postkartenidylle. Wir kamen aus dem Staunen nicht heraus und weit und breit keine Menschenseele. Hier war Baden sogar erlaubt, wobei ueberall sonst, sei es FLuss oder Meer Krokodilwarnschilder waren. Wir sind jetzt in den Tropen und jetzt geht das Getier los. Nach ein paar Stunden Idylle, etlichen Fotos schiessen und die Beine im glasklaren, kalten Wasser baumeln zu lassen, haben wir uns wieder auf den Weg gemacht. Mission Beach sollte auf dem Plan stehen und auch dort war wieder das „Seele baumeln lassen“-Gefuehl vertreten und der Strand nur so ein Traum. Auch dort verweilten wir ein paar Stunden. Total begeistert vom Paluma Nationalpark dachten wir, wir schauen uns gleich den naechsten an und steuerten auf Wooroonooran Nationalpark westlich von Innesfail zu. Ein paar Stunden zuvor noch am endlosen karibischen Strand mit zahlreichen Palmen in Mission Beach, fanden wir uns nun im atemberaubenden Regenwald vom Wooroonooran Nationalpark wieder. Nationalparks sind ausser dass sie wunderschoen und Natur pur sind auch noch spotbillig. Man bezahlt pro Kopf so ca 5 Dollar und Toiletten und BBQ-Grills oder Feuerstellen sind meist vorhanden. Wir haben gleich dort uebernachtet und haben uns am naechsten Morgen auf den Weg zu den Najunda Waterfalls gemacht. Unterwegs haben wir zahlreiches Getier gesehen und vor allem gehoert, bis das laute Tosen des Wasserfalls alle Tierstimmen uebertoent hat. Wieder einmal war der Anblick atemberaubend. Es ist nun wirklich tropisch, die Schwuele laesst dank des australischen Winters noch auf sich warten aber hier gibts auffaellig viele Insekten und Stechmuecken. Die Zeit ist nun gekommen dass man etwas achtsamer sein muss, Spinnen, Muecken, Krokodile und fallende Kokusnuesse koennen einem hier zum Verhaengnis werden! Die Muecken sind hier auch viel aggressiver, sie schlagen kaum auf unser Mueckenmittel an, wogegen wir weiter unten in Australien nie Probleme hatten sobald wir uns damit eingekleistert hatten. Wir hatten ja gehofft dass Knoblauch Muecken fern haelt, denn wir verzehren jeden Morgen jeder eine Knoblauchzehe, manchmal auch zwei :D... Ich moechte nicht in der Haut meines Gegenueber stecken!!! Ueberhaupt ernaehren wir uns sehr gesund, hier gibt es immer wieder Gemuesestaende von Bauern am Strassenrand wo nur eine Buechse steht wo man dann sein Geld reinwerfen muss. Natuerlich tun wir das auch immer brav, ich finds klasse!! Auf der Suche nach der naechsten Uebernachtungsmoeglichkeit landeten wir in Bramston Beach was ca 90km suedlich vor Cairns liegt. Was wir vorfanden war auf den ersten Blick nix besonderes, ein Oertchen mit 2 Campingplaetzen, ein paar Haeuschen und einem Cafe. Auf den zweiten Blick war das aber anders. Bramston Beach ist absolut nicht touristisch, eher total ruhig und strahlt absolute Ruhe aus. Am Zeltplatz angekommen fanden wir das Office des Zeltplatzes im Haus des Eigentuemers vor. Er selbst hatte fette Rastas und es sah es aus wie Kraut und Rueben und ueberall lagen Kokusnuesse rum. Aber er war sehr liebenswert und es fuehlt sich an als sei die Zeit hier stehengeblieben. Im Cafe des kleinen Oertchens scheint es auch keine Zeit zu geben. Uebrigens in das Cafe geichzeitig Tankstelle, Post und Supermarkt.Wir hingen promt noch eine Nacht dran.
Sat
16
Jul
2011
Auf dem Weg nach Norden, haben wir in Coffs Harbour und Byron Bay Halt gemacht bevor wir nach Brisbane gefahren sind. Wir waren wie geplant 2 Tage bei Rhys in Brisbane und haben uns ausserdem mit dem Paerchen aus Littauen getroffen die mit uns in Sydney im Haus gewohnt haben. War schoen die beiden mal wieder zu sehen und natuerlich auch Rhys. Ich freu mich jedes Mal soo wenn ich jemanden wiedersehe von meinem ersten Australientrip mit Andrea. Rhys hat es im Januar mit dem Hochwasser ganz schoen erwischt. In Sicherheit wigend dass er im 2ten Stock wohnt, hat er seine Wohnung verlassen um Freunden zu helfen deren HAus schon abgesoffen war, nichtsahnend dass Stunden spaeter auch der 2 Stock unter Wasser stand. Er hat sogut wie alles verloren. Er sagt die Regierung hatte Angst um die Daemme und deshalb wurde zu viel Wasser abgelassen und somit stieg de Flut in kuerzester Zeit in unverhergesehene Hoehe. Zum Glueck ist das vorbei und Brisbane hat sich ganz gut erholt.
Brisbane ist deutlich ruhiger und viel weniger hektisch im Vergleich zu Sydney. Trotzdem haben wir uns nicht lange aufgehalten und sind weiter in die Glass House Mountains aufgebrochen. Unser Van hat es schon manchmal nicht leicht. Berge mag "sie" garnicht! J Aber auch das hat sie geschafft. Unendlich Wald und Berge, herrlich! Australien hat halt auch nochwas anderes zu bieten als nur Strand. Wobei mich die Straende immernoch befluegeln! Ich glaube ich gehoere ans Meer.
Weiter gings nach Noosa. In Noosa war ich mit Andrea auch schon und wir haben damals auch im Auto geschlafen. Am gleichen Platz haben wir auch uebernachtet, nur diesmal hatten wir eine Verwarnung am Scheibenwischer am naechsten Morgen. Schwarz Campen verboten! J Also sind wir weiter gefahren, es hat sowieso aus Eimern geschuettet. Weiter gings nach Rainbowbeach, auch dort hat es immernoch gegossen und war garnicht gemuetlich. Nach einer Rast dort im stroemenden Regen sind wir wieter um uns eine uebernahctungsmoeglichkeit zu suchen. Wir haben uns fuer einen Rastplatz entschieden und gehofft dass wir diesmal nicht beim schwarz Campen erwischt werden, leider hat es am Morgen immernoch aus Eimern gegossen und wir mussten aus Platzmangel im Bett fruehstuecken J
Wieder im Regen sind wir nach Bundaberg gefahren wo die beruhemte Rumdestillerie ist. Bundaberg war so garnicht ansprechend und so haben wir dort nur uebernachtet und sind am naechsten Morgen bei wunderschoenstem Sonnenschein sehr frueh weiter gefahren, haben vom Farmer am Strassenrand eine Tuete wunderbare Tomaten gekauft und uns auf den Weg nach Agnes Water und 1770 gemacht. Ja, 1770 heisst der Ort und zwar weil James Cook dort im Jahre 1770 gestrandet ist. Sagt man zumindest. Wir haben den ganzen Tag dort verbracht und es war wunderbar, richtig warm!!! Wir waren am Strand, Kaeffchen hier, Kaeffchen dort J haben endlich unser eWaesche waschen koennen und haben uns richtig vom Urlaubsfeeling der beiden kleinen Orte mitreissen lassen! Am Abend gings dann wieder zum naechsten Ratsplatz zum Uebernachten. Dieser war als sehr schoen ausgeschrieben und sollte sogar den Luxus von Duschen haben. Als wir angekommen waren, war da alles andere also Luxus, wir haben zwar Toiletten und Duschen vorgefunden aber in einem Zustand in dem sie unbenetzbar waren, ich moechte nicht naeher darauf eingehen aber Gummistiefel und ne Gasmaske hat, hat absolut die besseren Karten! Also definitiv unbenutzbar! Geschlafen haben wir letztenedes trotzdem da und gegen Mitternacht wurde mein Alptraum war und es klopfte an unser Auto !!! Ich glaub wenn ich noch 30 Jahre aelter waere, haette ich nen Herzinfarkt bekommen! Ich glaub ich hab mein Herz klopfen gehoert! Marko hats glaub garnicht gleich mitbekommen und so hab ich mich erstmal tot gestellt. Wir hatten noch dran gedacht mal das Fenster so langsam etwas offen zu lassen, in dem Moment war ich froh dass wir alles dicht gemacht hatten! Am Ende hatte sich herausgestellt dass sich jemand aus seinem Auto ausgesperrt hatte und dass ein anderer Nachbar sich nicht wie wir vor Angst ins Hemd gemacht hat und aus seinem Fahrzeug gekommen ist aufgrund des Klopfens. Die sind dann weggefahren und haben Hilfe geholt und 2h spaeter war die Pannenhilfe da und hat das Auto aufgebrochen. Ich kam mir ziemlich bloede vor mit meiner Panik aber was weiss denn ich wer mir mit dem Nudelholz ueber den Schaedel haut wenn ich mitten in der Nacht meine Autotuer aufmache weil jemand klopft ?! Wir denken darueber nach ein Pfefferspray zu kaufen! J Die naechste Nacht wurde in einem Karavanpark genaechtigt. Ca 350km weiter die Kueste hoch haben wir wieder fuer die Nacht Halt gemacht, der Platz war uns aber so garnicht einerlei und so sind wir wieder einmal mit gesundem deutschen Misstrauen weitergefahren und haben wieder auf einem Karavanpark eingecheckt. Naechster Stop – Townsville!
Wed
06
Jul
2011
Sydney sollte unser laengster Stop sein. Wir wollten arbeiten. Marko hatte sofort einen Job, musste noch einen Safety Kurs machen und los gings. Ich habe mich nach Altenheimen umgesehen und mich bei vielen sogenannten Nurses Agencys beworben. Das Problem hier ist, dass man nicht wie bei uns in Deutschland eine Antwort auf seine Bewerbung bekommt, ob man genommen wird oder nicht. Hier bekommt man in den meisten Faellen nur eine Antwort wenn die Position dringend gebraucht wird oder man kann ewig warten. Ich hatte ein Vorstellungsgespraech in einem Altenheim in Manly Beach. Mir war klar dass ich dazu dort wohnen muesste um da zu arbeiten sonst waere der Anfahrtsweg jeden Tag viel zu weit gewesen aber ich brauchte endlich ein paar Infos wie und als was ich als deutsche ALtenpflegerin in Australien in meinem Beruf auch arbeiten kann. Beim Gespraech stellte sich heraus dass ich "nur" als Pflegerin bzw Helferin arbeiten kann da wie schon bekannt die deutsche ALtenpflegeausbildung nicht anerkannt ist. Liz, die Chefin des Heims meinte ich solle mich bei ihr melden sobald ich weiss wo Marko udn ich hinziehen denn zur Zeit wohnten wir noch in unserem Zelt.
Gesagt getan, wir bekamen ein Zimmer in einem Haus in Darlinghurst an was wir ueber Sandra, die ich auf meiner ersten reise kennengelernt habe rangekommen sind. Die Vermieterin hatte noch gute Erinnerung an Sandra und so bekamen wir sofort das Zimmer. Was fuer ein Glueck. Das Haus war peinlichst sauber und die Regeln waren sehr streng. Alkoholverbot im Haus, keine Freunde mitbringen, kein Essen und Trinken im Wohnzimmer, um nur mal ein paar zu nennen. Diese Regeln entstanden nicht aus einer Laune heraus sondern Lenny, die Vermieterin hatte schon sehr schlechte Erfahrung gemacht mit ihren Bewohnern. Zum Beispiel hatten in der Vergangeheit ein paar feierwuetige iren mal die ganze Wohnzimmereinrichtung ruiniert. Nichts desto trotz rief ich wieder Liz im Altenheim an und sie meinte gleich in Nord Syndey im Heim suchen sie eine Pflegekraft. Ich habe dann einen Vrostellungtermin mit Gladys bekommen und fand eine grosse rundliche blond gelockte Frau vor mit Blumen im Haar die von Fidji stammt und unheimlich nett war. Wir mussten durch wahnsinnig viel Papierkram durch und anfangen konnte ich erst wenn mein polizeiliches Fuehrungszeugnis da war. Das hiess es konnte sich ein paar Wochen hinziehen! Um die Zeit zu nutzen zog ich jeden Tag durch Sydney waehrend Marko schon fest am arbeiten war. Ich kaufte mir ein Ticket mit dem ich alle Verkehrsmittel in Sydney unbegrnezt nutzen konnte und fuhr etliche Male auf einen Kaffee nach Manly Beach, nahm den Zug in den Nationalpark oder habe einfach nur das Zugnetz auskundschaftet und mir Sydney und Umgebung angeschaut. Zwischendurch bin ich fuer ein paar Tage nach Adelaide geflogen und habe den Van den wir gekauft hatten abzuholen und als ich endlich anfangen konnte zu arbeiten war ich unendlich froh. Ich habe Nachtdienste im Heim gemacht und mich trotzdem weiter nach anderen Jobs umgesehen da ich nicht viel verdient hab und nicht viele Schichten bekommen hatte. Ich stiess auf eine Agentur die Krankenschwestern und Helfer vermittelt und hatte auch dort gleich ein Vorstellungsgespraech und dort konnte ich wenigstens als Schwesternhelferin anfangen und habe deutlich mehr verdient. Ich wurde in private Krankenhaeuser geschickt und habe verschiedene Stationen durchlaufen. Die ganze erste Woche durfte ich auf die Babystation Nachtdienst machen, was eine ganz besondere Erfahrung fuer mich war. Auch auf der Woechnerinnenstation, Kardiologie und Onkologie habe ich gearbeitet. Wer haette das mal gedacht. Ich war immer auf Abruf, was manchmal etwas nervig war denn meist riefen sie mich 1-2 Stunden vor Dienstbeginn an. Aber ich habe sehr gut verdient und es sollte ja nicht fuer ewig sein, schliesslich wollten wir irgendwann weiter reisen. Im Haus haben wir uns prima mit allen verstanden. Insgesamt haben wir zu zwoelft im Haus gewohnt und das klingt erstmal viel, war aber sehr sehr angenehm. Das Haus war gross genug und immer recht ruhig weil alle einen Job hatten.
Fri
04
Mar
2011
Von Kangaroo Island aus haben wir eine Nacht in Carricklinga gestoppt und sind am naechsten Tag weiter nach Adelaide. In Adelaide angekommen sind wir in unser sehr guenstiges Hostel eingecheckt und wussten auch schnell warum es so guenstig war! Es entpuppte sich als eine duestere gruselige Frankensteinkolisse incl Schausteller !! Das Puplikum war wirklich besorgniserregend! Wir hatten nun schon eine Woche im Vorraus gebucht weil man dadurch eine Menge Geld sparen kann. Wir haben die Stadt unsicher gemacht, waren joggen am Murray River oder sind mit der Strassenbahn an den Strand gefahren. Natuerlich gabs auch hier wieder Unmengen Sushi, manchmal auch gleich zum Fruehstueck ;)
Ausserdem kann man sich hier in Adelaide kostenlos Fahrraeder ausleihen, was ich super finde !!! Also haben wir das einen Tag gemacht und sind am wunderschoenen Murray River entlang gefahren wie die Rentner. Da es sehr heiss war an dem Tag, endeten wir irgendwann am Fluss im Schatten liegend. Auch die Strassenbahn in der Innenstadt ist kostenlos, sowie der Bus der den ganzen Tag im Kreis um den Stadtkern faehrt. Adelaide wird schon nach kurzer Zeit ganz uebersichtlich, was mir sehr sympatisch war. Recht schnell ist man auch mit der Strassenbahn Glenelg am Stadtstrand. Natuerlich ist dieser nicht zu vergleichen mit den atmeberaubenden Straenden von Western Australia aber dafuer dass es eigentlich "mitten in der Stadt" ist, sehr schoen. Auch der botanische Garten von Adelaide ist sehenswert nur leider haben wir den erst am letzten Tag gesehen und sind auch noch fast eingeschlossen worden weil wir nicht auf die Zeit geachtet haben. Adelaide hat neben der normal Stadtbibliothek auch noch eine hystorische Bibliothek die man echt gesehen haben muss! Drei Stockwerke uralte (was man hier uralt nennen kann) Buecher! Man kommt sich vor wie im Harry Potter Film und es kam einem vor als kommt jeden Moment jemand auf einem Besen um die Ecke geschossen. Ueberall waren grosse alte Schreibtische und es roch regelrecht nach alten Buechern.
Wir hatten genug von Adelaide gesehen und haben fuer wenig Geld den Zug nach Melbourne gebucht. Den ganzen Tag waren wir unterwegs und es wurde uns wieder klar dass reisen mit dem Zug einfach am angenehmsten ist im vergleich zum Bus.
Die ganze Fahrt war ich ganz aufgeregt, denn Melbourne war meine Nummer 1 der australischen Staedte bei meiner letzten Australienreise. Wir sind ins Flinders Station Hotel, was ein riessiges Backpackers mit etlichen Stockwerken ist, eingecheckt. In dem habe ich beim letzten Mal schon ein paar mal gewohnt. Dort gabs auch ein freudiges Wiedersehen mit Steffen, mit dem Andrea und ich schon 2007 die australische Westkueste unsicher gemacht haben. Auch er ist zum zweiten Mal in Australien. Die Stadt war ziemlich ueberfuellt mir Backpackern da aufgrund der Fluten in Queensland keine grossen Jobmoeglichkeiten vorhanden waren und alle nach Melbourne runter gefluechtet sind. Auch hier spielt sich wieder viel am Fluss ab. Am Yarra River sieht man etliche Jogger, Ruderer und Radler. Sehr sportlich das australische Volk! Vor allem Rudern scheint hier ganz gross geschrieben zu werden. Bald geht hier die Formel 1 los und so sind wir zum Albert Park und wollte die Strecke anschauen aber leider konnte man nicht wirklich drauf. Den Markt sollte man sich auch nicht entgehen lassen in Melbourne, von Gewuerzen ueber Klamotten ist hier alles zu haben.
Tue
15
Feb
2011
Wir sind also tatsaechlich in Adelaide angekommen. Die groesste Ueberraschung war, dass das Auto durchgehalten hat! Kaum angekommen, hat sich Jacinta gemeldet die zur Zeit auf Kangaroo Island lebt. Jacinta kenne ich von meiner Arbeit auf dem Perlenboot in Broome 2007. Wie alles wiedermal super geklappt hat, war sie am naechsten Tag auch in Adelaide und wollte dass wir sofort mit auf Kangaroo Island kommen. Also sind wir am naechsten Morgen in ihren Jeep gehuepft in dem noch 5 andere mit Alkoholfahne sassen und haben uns auf den Weg ins ca 60km suedliche gelegene Kangaruoo Island gemacht. Unterwegs haben wir nach und nach an "Ladung" verloren. Jacinta hat nach und nach ihre Freunde zu Hause abgesetzt nach einem durchzechten Wochenende in Adelaide. Da ihre Freundin "Adelaide" bei der Faehre arbeitet, kamen wir ganz kostenlos rueber auf die Insel. Sie hat uns einfach ploetzlich 2 "Staff-Tickets" in die Hand gedrueckt. Wiedermal Glueckssache denn das Uebersetzen auf das australische Eiland ist sehr teuer.
Dort angekommen wurden wir wieder einmal von Natur pur ueberrascht. Die Freude war gross, denn einerseits habe ich Jacinta schon Jahre nicht mehr gesehen und andererseits bekamen wir die Chance fuer wenig Geld die Insel zu besuchen. Denn auch die Unterkunft hat uns nichts gekostet weil Jacinta ganz Hippie-like in einem kleinen selbst gegruendeten einsamen Camp in einem Nationalpark lebt ueber die Sommersaison. Sehr gemuetlich hatte sie es da. Wir haben einfach unser Zelt dazu gestellt. Gleich hinter den Duenen toste das Meer. Wir konnten also immer die Wellen hoeren. Wer kann schon von sich behaupten mit Meeresrauschen einschlafen zu duerfen?!
Wir haben insgesamt 2 Wochen auf Kangaroo Island verbracht und sind ordentlich herum gekommen. Wir durften Jacintas Jeep benutzen und haben fleissig die Insel erkundet. Ich habe noch nie vorher so ein riessen Auto gefahren aber man gewoehnt sich ja an alles.
Tue
08
Feb
2011
Nach 2 Tagen gings weiter nach Norseman wo wir eine Nacht stop auf einem Campingplatz gemacht haben. Dort haben wir dann prompt 2 BMW Motorraeder mit Aalener Kennzeichen entdeckt. Kati und Jens haben zu Hause alle Zelte abgebrochen und sich auf Weltreise begeben. Was sie in meinen Augen genau richtig machen! Am naehsten Tag gings weiter nach Kalgoorlie, die Goldmienenstadt in der wir bald vor Hitze kaputt gegangen sind. Kalgoorlie ilegt ca 600km oestlich von Perth und ist 1895 aufgrund des australischen Goldrausches entstanden. Da es mitten im Outback liegt, wird seit 1903 Wasser mit einem Stahlrohrsystems aus den Bergen von Perth beschafft.
Wir haben uns eine Miene von aussen angeschaut und sind am naechsten Tag weiter Richtung Adelaide uebers Nullarbor. Vom Nullarbor haben uns die meisten abgeraten denn man faehrt Ewigkeiten durchs Nichts.Aber es gehoert zu den Gebieten die ich noch nicht gesehen habe. Von Norseman bis Ceduna (1200km) kommen fast nur Roadhouses, ausserdem wird der Eyre Highway auch als Landebahn von die Flying Doctors genutzt denn auch Krankenhaeuser oder Aerzte sind in dieser Gegend nicht vertreten. Wenn also etwas passiert, dann ist man besser in der Naehe eines Roadhouses oder einem Notruftelefon um die fliegenden Aerzte zu rufen, aber beides kann hunderte Kilometer entfernt sein. Auf der Strecke gibts immer wieder 24h Stops wo man einfach kostenlos sein Lager aufschlagen kann. Es bleibt einem ja auch nix anderes uebrig bei tausenden von Kilometern. Also fuellen sich die Plaetze sichtlich nach Sonnenuntergang und leeren sich sehr schnell vor Sonnenaufgang wieder. Ein Teil der Autostrecke von Nullarbor ist mit 146,6 km die längste völlig gerade befestigte Straße in Australien. Das heisst man faehrt stupide geradeaus und wenn das ganze Auto schlaeft, der MP3 Player schon zum dritten mal das gleiche spielt und einem Ewigkeiten kein Auto entgegen kommt, dann kann das zur Herauforderung werden. Ganz zu schweigen vom tagelang nicht vorhandenen Handyempfang. Nach einigen Tagen durchs "Nichts" sind wir dann doch
Royal Flying Doctors Landebahn
wieder auf Zivilisation gestossen und sind in einem kleinen Ort an einem einsamen Toilettenhaeuschen auch wieder auf unsere Motorradfahrer aus Deutschland gestossen. Es ist nicht unueblich dass man immer wieder auf die gleichen Leute trifft bei so einer Strecke also fanden wir uns auch bald wieder im Karavanpark von Port Lincoln, nun sogar in South Australia, vereint. Dort haben Sascha Marko und ich eine ganze Woche verbracht. Wir sassen schliesslich tagelang im Auto und haben jeden Abend woanders unser Zelt aufgebaut. Da kam uns Port Lincoln gerade recht. Endlich wieder Supermaerkte und fliessend Wasser. Aber wir hatten ja noch ein paar km vor uns bis nach Adelaide also setzten wir unsere Reise nach einer Woche fort und stoppten als naechstes in Port Augusta fuer 2 Tage. Wir haben dort in diesen 2 Tagen Temperaturen von 46 Grad erwischt! Die Luft war so heiss dass es schon unangenehm auf der Haut war und dass uns die Augen gebrannt haben. In solchen Situationen ist das wichtigste ~WASSER~ denn mit solchen Temperaturen ist nicht mehr zu spassen. Aber wir hatten immer ganz vorbildlich den Kofferraum voll mit saemtlichen Plastikflaschen abgefuellt mit Wasser, denn besonders auf der Strecke uebers Nullarbor ist es sehr wichtig genug Wasser dabei zu haben denn man kann in den Roadhouses nicht kostenlos auffuellen. Da Wasser Mangelware ist, bezahlt man auch eine ordentliche Summe dafuer in dieser Gegend. Ab und zu kamen Regenwassertanks auf der Strecke aber oft waren diese leer.
Nullarbor Cliffs
Wir hatten nun die groesste Strecke hinter uns und sind tatsaechlich bald in Adelaide angekommen. Das Auto hatte tatsachlich durchgehalten aber australische Autos halten aufgrund der langen Strecken sowieso laenger.
Welcome to Adelaide.
Fri
14
Jan
2011
Nach ein paar sehr heissen Tagen in Perth nahmen wir Talias Einladung nach Albany zu kommen gerne an und haben uns mit dem Greyhound auf den Weg ins 400km suedlich gelegene Albany gemacht.
Albany ist ein sehr gemuetliches Stadtchen das im 19 Jahrhundert durch seinen Walfang hohen industriellen Wert hatte. So wurden pro Saison ca 850 Wale gefangen und an Seilen hinter dem Boot ans Land gezogen wo sie in alle Einzelteile zerlegt und verarbeitet wurden. Das muss ein sehr sehr stinkender Job gewesen sein den die Maenner damals machten. Wir haben die Walstation, die heute eine Art Museum is,t besucht und zum Glueck war von der damaligen "Schweinerei" nichts mehr zu riechen! Und zum Glueck ist Walfang heute verboten!
Albany ist eine Stadt zum wohlfuehlen und ist umgeben von wunderschoenen Straenden. Wie zum Beispiel Mistaken Island. Der Anblick ist atemberaubend und man ist tatsaechlich allein am Strand. Talia kommt hier sehr oft mit ihren Hunden her. In Familie Glendinning wurden wir sehr herzlich aufgenommen und Mutter Glendinning hatte auch sofort den Namen "mum" weg. Vater Andrew begruesste uns gleich auf deutsch und rannte die ganze Zeit mit einem deutschen Woerterbuch rum. Sehr witzig. Wir haben ein Zimmer fuer uns bekommen und waren von der Lage des Hauses begeistert. Es liegt neben einem National Park mitten im Busch und man gelangt nur ueber einen staubigen Weg zum Haus hoch. Man schaut rund ums Haus nur auf den Nationalpark. Einmal mussten sie schon das Haus wegen einem gefaehrlich nah kommenden Waldbrand verlassen. Da das Haus komplett aus Holz ist haetten sie schlechte Karten aber zum Glueck hat im richtigen Moment der Wind gedreht und das Haus blieb sicher.
Mon
10
Jan
2011
Perth - Kings Park
Noch in der Nacht unserer Ankunft sind wir ein paar Schritte am Swan River gegangen der nicht weit von unserer Unterkunft war. Die Luft war angenehm warm und ich koennte schwoeren ich erinnere mich an den Geruch der hier in der Luft liegt! Es war mittlerweile ca 4 Uhr morgens und ich konnte mein Gueck nicht fassen dass ich tatsaechlich in Perth stehe. 2007 sind Andrea und ich auch schon in Perth gestartet und hatten ein unvergessliches einschneidendes Jahr vor uns. Deshalb war es fuer mich was ganz besonderes ploetzlich wieder hier zu stehen, diesmal mit Marko.
Wir konnten problemlos mitten in der Nacht in unsere Unterkunft einchecken die ich 6 Monate im Voraus gebucht hatte, immerhin sind wir am 31.12.2010 angekommen, da ist es ratsam im Voraus zu buchen. Marko hat auch gleich seine erste australische Kakerlake gesehen noch bevor wir ueberhaupt richtig eingecheckt waren. Die Unterkunft war aber eigentlich recht nett, nur was wir noch nicht geahnt hatte, dass es die naechsten Tage 40 Grad wurde. Zu unserer Verzweiflung hatten wir keine Klimaanlage. Nur 2 Ventilatoren die nur heisse stickige Luft von einer Wand zur anderen geblasen haben.
Perth
Wenn wir auch vom Fliegen kein Jetlag hatten, so hatten wir trotzdem schlaflose Naechte durch die Hitze, nicht mal nachts hat es abgekuehlt. Wir sind meist mitten in Nacht an den Swan River runter gelaufen weil da wenigstens ein Lueftchen ging. Tagsueber wars natuerlich noch heisser und wir haben ganz schoen gelitten. Trotzdem haben wir uns wacker geschlagen und haben Perth angeschaut und waren ausserdem wunderschoenen Cottesloe Beach.
Silvester haben wir irgendwie fast unbemerkt uebersprungen. Wir waren zum Zeitpunkt des australischen Jahreswechsels mit etwas Blubberwasser am Swan River und haben angestossen uns ueber die leichte Brise gefreut die am Fluss ging. Hau ruck wars 2011! Unter anderem war ich geschockt wie teuer alles geworden war. Lebensmitteleinkauf war kein Spass. Die Preise mussten wir uns erstmal auf der Zunge zergehen lassen. Aber irgendwas muss man ja essen und das Leitungswasser in Perth kann man auch vom Geschmack her nicht trinken. Es ist zwar unbedenklich aber schmeckt "immernoch" unglaublich nach Chlor! Trotz der Preise und der Hitze ist uns sofort die Offenheit und Freundlichkeit der Menschen hier aufgefallen. Das ist es auch was Australien fuer mich zum grossen Teil mit ausmacht.
Schoen wieder da zu sein.
Sat
08
Jan
2011
Nach gut zwei einhalb Jahren in Deutschland, bin ich froh dass es mich nun wieder nach Australien verschlagen hat. Ich habe natuerlich nie aufgehoert mit dem Gedanken zu spielen nach Australien zurueck zu kommen. Als ich das letzte Mal von Australien zurueck gekommen bin, hatte ich eigentlich nur ca 6 Monate "Heimataufenthalt" geplant aber wie es so oft ist, "time is running" und ruckzuck sind 2 Jahre rum! Die Jahre sind auch nicht spurlos vorueber gegangen. Ich bin zB nach meiner Rueckkehr nach Muenchen gezogen, habe einen wunderbaren Job gehabt, habe mich zum ersten Mal 100% wohl gefuehlt in meiner beruflichen Situation und zu guter Letzt habe ich dann auch noch meinen Marko kennengelernt, was mein Fernweh etwas in den Hintergrund geschoben hat. Doch da blieb es nicht lange, also habe ich meinen Marko einfach eingepackt. Was hab ich doch fuer ein Glueck dass ich einen Partner habe der so etwas mitmacht!
Am 31.10.2010 sind wir wie geplant 2 Uhr nachts in Perth angekommen. Nachdem in Deutschland Schneechaos ausgebrochen war in letzter Zeit, war nicht sicher ob wir tatsaechlich zur geplanten Zeit oder am geplanten Tag ankommen wuerden. Aber der Flieger ist abgehoben und alles hat problemlos geklappt!
Es war angenehm warm, sehr ungewoehnlich nachdem wir Deutschland bei heftigen Minusgraden verlassen hatten.
Ich haette am liebsten den warmen Boden gekuesst! Es hat sich angefuehlt wie eine Erloesung wieder zurueck auf dem roten Kontinent zu sein. Versteht mich nicht falsch, es gab nichts wovor ich haette fluechten muessen. Und eines muss an dieser Stelle gesagt sein, ich habe eine wundervolle Familie und wundervolle Freunde! Das weiss ich absolut zu schaetzen und werde das auch nicht vergessen auch wenn ich so weit weg bin. Aber wer mich kennt, der weiss wie mein Fernweh still in mir brodelt.
Es kann also wieder losgehen.
"On the road again" wieder auf der falschen Strassenseite :)